CLOPPENBURG CLOPPENBURG - Peter Heydeck war eigens zur Eröffnung seiner Ausstellung „Ein Weg zum Licht“ im Cloppenburger Kreishaus aus Köln angereist. Die Bilder des 1941 in der West-Ukraine geborenen Künstlers bestechen auf den ersten Blick durch ihre fast fotorealistische Darstellung von Landschaften, Straßenzügen und Menschen. Aber auf den zweiten Blick erkennt man Brüche, Farbkleckse und Drehungen der Perspektive, die den Betrachter zu einer genaueren Auseinandersetzung mit dem Dargestellten veranlassen.

Peter Heydeck studierte an der ukrainischen Polygraphischen Hochschule in Lemberg, gründete eine Kinderkunstschule und arbeitet seit 1988 als freischaffender Künstler. 1999 siedelte er nach Deutschland über und lebte von 2004 bis Ende 2006 in Cloppenburg. Anschließend zog er nach Köln, um einen intensiveren Kontakt zu befreundeten Künstlern pflegen zu können. Peter Heydeck bezeichnet sich selbst als Visialisten, der das Ungewöhnliche im Gewöhnlichen sieht.

Der Künstler verehrt die alten Meister. Besonders Botticelli und Jan Vermeer van Delft gilt seine Bewunderung. Aus diesem Grund tauchen auch immer wieder Bildzitate aus der klassischen Malerei in seinen eigenen Werken auf. Für Peter Heydeck ist und bleibt die Welt rätselhaft und dies zeigt er auch in seinen Gemälden. Bei dem Werk „Das rote Fahrrad“ geht eine junge Frau an einer Wand vorbei, an der ein Epitaph mit seinem Lieblingsspruch „Alle Dinge kann man doppelt betrachten. Als Faktum und als Geheimnis“ hängt. Aber erst auf den zweiten Blick erkennt man, dass die junge Frau nicht real ist. Sie ist nur ein Geist und weist darauf hin, dass es sich hier nicht um eine gewöhnliche Mauer handelt, an der ein rotes Fahrrad lehnt, sondern um eine Grabstelle. Um zu zeigen, dass die Realität immer nur vom eigenen Blickwinkel abhängt, dreht sich sein Bild „Der Baum“ alle drei Minuten um 180 Grad, so dass das Blätterdach zum Unterholz wird. „Wir glauben, dass das, was wir sehen, real ist. Das

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ist aber nicht so. Die Welt ändert sich mit der Perspektive, und das möchte ich den Besuchern mit diesem Werk verdeutlichen“, erklärt Heydeck. Verstärkt wird dieser Eindruck noch durch Fragmente von klassischer Musik und gregorianischen Gesängen, die bei der Drehung des Bildes ertönen. Die Ausstellung ist noch bis 1. Juni im Foyer des Kreishauses zu sehen.

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