Friesoythe Eine Investition von rund 83 000 Euro in eine freiwillige Leistung – in heutigen Zeiten keinesfalls selbstverständlich, meinte Dechant Pfarrer Michael Borth. Er konnte unlängst zahlreiche Gäste im Saal des Franziskushauses begrüßen. Anlass dazu bot die Wiedereröffnung der neu gestalteten Bücherei.

Dass es überhaupt zu dieser Investition gekommen sei, sei dem Engagement von Büchereileiterin Birgit Meyer-Beylage zu verdanken, betonte Borth. Sie führt seit 1. März 2004 die katholische öffentliche Bücherei und habe ihr immer wieder neue Akzente gesetzt. Borth verwies auf die Bedeutung von Büchern bei der Entwicklung von Kinder und Jugendlichen und die Freude, die sie bei Erwachsenen auslösen könnten. Eine solche Aufgabe sei ohne großes ehrenamtliches Engagement nicht möglich.

Bürgermeister Sven Stratmann – die Stadt finanzierte die Umgestaltung zur Hälfe, die andere Hälfte trug das Offizialat – sagte, es sei eine schwierige Aufgabe, in Zeiten von Google und Co. das Interesse an Büchern am Leben zu erhalten. Das finanzielle Engagement der Stadt habe aber auch in Stadtrat und Verwaltung nie zur Debatte gestanden, so Stratmann.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

„Büchereien gehörten immer schon dazu“, meinte Arnold Kalvelage, Büchereibeauftragter des Offizialats Vechta. Das vermittele aber eine trügerische Sicherheit, denn so würden andere Projekte vorgezogen, Büchereien eher vernachlässigt. Das „hartnäckige Image“ des Altbackenen und Angestaubten sei zwar nicht totzukriegen. Heute seien Büchereien aber moderne Dienstleistungszentren, die Digitalisierung habe längst Einzug gehalten. Sie bildeten aber auch einen Treffpunkt, um Klönschnack zu halten.

Darauf kam auch Büchereileiterin Birgit Meyer-Beylage zu sprechen. Hier könne man andere Menschen treffen, Gespräche führen, Veranstaltungen besuchen, die Freude am Lesen entdecken, spielen oder Hörbücher hören. „Wir möchten eine Art Marktplatz sein, auf dem unterschiedlichste Menschen zusammenfinden und nicht nur über das Internet verbunden sind.“

Aufgabe der Bücherei sei es, Kindern die Freude am Lesen zu vermitteln. In der heutigen Zeit sei es wichtiger denn je, Texte erfassen und bewerten zu können. Weitere Ideen, die Bücherei St. Marien zu entwickeln, hat die Büchereileiterin bereits: Sie möchte die Gruppe der Senioren stärker in den Blick nehmen. Schülern soll die Möglichkeit geboten werden, sich während der Freistunden in der Bücherei aufzuhalten.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.