Friesoythe Für einen schwungvollen Auftakt in das neue Jahr hat die Osnabrücker Jazz-Band „Rootbirds“ am Sonntagabend im Forum am Hansaplatz in Friesoythe gesorgt. Bereits zum achten Mal hatten dort die Stadt Friesoythe und der Kulturkreis Bösel-Friesoythe-Saterland gemeinsam zum Neujahrskonzert und Neujahrsempfang eingeladen. Bürgermeister Sven Stratmann und Kulturkreis-Vorsitzender Thomas Cloppenburg konnten rund 400 geladene Gäste begrüßen.

„Rootbirds“ unter der Leitung des aus Garrel stammenden Trompeters Jens Buschenlange spielten unter dem Titel „Back to the Roots“ Jazz der 1920er und 30er Jahre. Unterstützt wurde die Band bei ihrem Auftritt von der Sängerin Franziska Loos aus Bielefeld, die stimmgewaltig die Songs präsentierte. Das kam beim Publikum gut an, das an einigen Stellen zum Mitsingen animiert wurde.

Der Jazz, der 1919 aus den Vereinigten Staaten nach Deutschland herübergeschwappt sei, habe in der jungen Republik nach dem Ende des ersten Weltkrieges als Synonym für Demokratie und Neuanfang gestanden, erklärte Kulturkreis-Vorsitzender Cloppenburg in seiner Begrüßungsrede. Die 1920er Jahre seien dann ein „musikalisches Jahrzehnt gewesen“.

Mit Blick auf die kommenden zwölf Monate sagte er: „2020 wird ein Sport- und Kulturjahr.“ Handball-Europameisterschaft, Olympische Sommerspiele und die Fußball-Europameisterschaft sowie zahlreiche Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven, zählte Cloppenburg auf. Sport, Musik und Kultur würden dabei Grenzen überschreiten und seien auch für den Landkreis Cloppenburg als Standortfaktoren unerlässlich.

Auch Bürgermeister Stratmann hob in seiner Rede die Bedeutung von Kunst und Kultur hervor. In Friesoythe hätten es im vergangenen Jahr zahlreiche schöne Ausstellungen, Konzerte und Theatervorführungen stattgefunden. Diese werde es auch 2020 geben. „Lassen Sie uns im neuen Jahr zu einer dieser tollen Veranstaltungen vor Ort gehen“, so Stratmann.

Zudem hob er das ehrenamtliche Engagement insbesondere von Freiwilliger Feuerwehr, technischem Hilfswerk und vielen Aktiven in den einzelnen Dörfern hervor. Das sei nicht selbstverständlich und man könne diesen Personen einfach mal Danke sagen oder sie umarmen, meinte der Bürgermeister. Er nutzte den Neujahrsempfang zudem, um einen dieser langjährigen Ehrenamtlichen zu ehren. Auf Vorschlag der Ratsvorsitzenden und 1. Vorsitzenden des Fördervereins des Musikvereins Thüle, Marlies Preut, bekam Josef Moorbrink den Wappenteller der Stadt Friesoythe und eine Urkunde überreicht. Moorbrink sei eine der Personen in Thüle, die wie nur wenige andere den Ort in verschiedenen Funktionen maßgeblich mit geprägt und mitgestaltet hätten – bis hin zum Golddorf im Jahr 1985, so Stratmann.

Es sei wichtig, junge Leute davon zu überzeugen, sich für die Gesellschaft einzusetzen, betonte Moorbrink in seiner Dankesrede und ergänzte. „Ich wünsche mir, dass Land und Stadt Hand in Hand gehen.“

Renke Hemken-Wulf Friesoythe / Redaktion Münsterland
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