Friesoythe Sie stricken, häkeln und nähen. Seit über 40 Jahren verkauft die Missionsgruppe St. Marien in Friesoythe selbst gemachte Geschenkideen, um das dadurch eingenommene Geld zu spenden. Da die Sachen zumeist im Friseursalon von Mechthild Hanisch in Gehlenberg ausgestellt waren, gab es auch nur einen bestimmten Kundenkreis – nämlich der, der sich dort regelmäßig die Haare schneiden ließ.

„Da die Umsätze gut waren, entstand so die Idee, einen eigenen Laden zu eröffnen, damit mehr Kunden erreicht werden können“, erklärt Hanisch. Gesagt, getan. An diesem Samstag, 23. Februar, wird das soziale Kaufhaus mit dem Namen „IdeenReich“ an der Kirchstraße in Friesoythe eröffnet. „Wir möchten an dieser Stelle auf Geschenke wie Blumen verzichten“, sagt Ursula Machon: „Stattdessen freuen wir uns über eine kleine Spende.“

Neben Projektleiterin Hanisch und Machon (1. Vorsitzende der Missionsgruppe) gehören unter anderem Margret Groß, Marianne Beintken, Sigrid Sprock und Maria Weber zum Team und werden ebenso ehrenamtlich hinterm Verkaufstresen stehen. Der Name setzt sich aus zwei Gedanken zusammen: „Wir sind reich an Ideen und arbeiten am Reich Gottes“, erörtert Mechthild Hanisch.

Früher sammelte die Crew mit ihrer Handarbeit ausschließlich Geld für die katholische Kirche, erzählt Margret Groß. So wurde die hiesige Nonnenschaft, die sich in der Welt verteilt um Projekte vor Ort kümmerte, unterstützt. Das Geld gehe zwar weiterhin an Ordensfrauen, wo geholfen wird, entscheidet die Gruppe inzwischen aber selbst. Durch persönliche Verbindungen entstand der Kontakt zum Hilfswerk „Brücke der Hoffnung“. Das hilft Kindern aus „vergessenen Dörfern“ in der Ukraine, die schlichtweg von ihren Eltern vernachlässigt werden.

Das „IdeenReich“-Team sammelt ständig Anstöße für neue Verkaufsideen. Besonders beliebt seien Häkelfiguren – sogenannte „Amigurumis“ – oder Stickmotive. Es ist ihnen ein Anliegen, das Sortiment modern zu gestalten und wird sich saisonal ausrichten, betont die Missionsgruppe. Der Laden wird direkt von der Gruppe getragen. Und jeder eingenommene Euro geht in gute Zwecke.

Sogar die Vermieter des Ladens unterstützen das Projekt. Beim Mietpreis kamen die Besitzer der Gruppe ein großes Stück entgegen. „Außerdem war das Haus bereits tip-top renoviert“, freut sich Mechthild Hanisch.

Die Öffnungszeiten: Dienstag und Mittwoch jeweils von 10 bis 12 Uhr und 15 bis 18 Uhr; Donnerstag 15 bis 18 Uhr; Freitag; 10 bis 12 Uhr und 15 bis 18 Uhr; Samstag 10 bis 13 Uhr.


Mehr Infos unter   www.mission-selber-machen.de 
Niklas Grönitz Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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