ALTENOYTHE Nicht nur die Büttenreden hatten es in sich. Alle Närrinen waren außer Rand und Band.

Von Fritz Kreyenschmidt ALTENOYTHE - „Altenoythe und Kampe, Helau und mantau!“, so hieß es an Weiberfastnacht immer wieder im Karl-Borromäushaus. Die kfd-Frauen aus den beiden Pfarrgemeinden schienen außer Rand und Band, sie feierten natürlich unter sich, Männer waren verpönt und selbstverständlich bei der großen Karnevalsparty nicht zugelassen. Die kfd-Sprecherin Maria Wessels stellte gleich zur Begrüßung klar „Überall in Stadt und Land haben die Frauen das Zepter in der Hand“. „Nichts geht ohne uns Frauen. Wenn unser starker Arm es will, stehen alle Küchen still“, solche Äußerungen wurden von den buntkostümierten Närrinnen mit lang anhaltendem Applaus bejubelt. Büttenreden in Platt- und Hochdeutsch, Singen, Schunkeln und Polonaisen kennzeichneten die Weiberfastnacht in Altenoythe. „Frohsinn, gute Laune und eine super Stimmung sind heute Trumpf“, betonte die Sprecherin, die mit dem kfd-Leitungsteam ein buntes Programm ausgearbeitet hatte. Das neunköpfige Leitungsteam präsentierte sich als

Engelschor und heizte den Närrinnen mit Stimmungsliedern mächtig ein. „Hedwig Sänger als Leuchte des Nordens“ hieß es bei der Hutpräsentation von Käthe Tiedeken aus der Bütt, die Pastoralreferentin trug als Topmodell einen beleuchteten Vogelbauer als Hut auf dem Kopf. Haushaltsutensilien vom Küchensieb über Brotkorb bis hin zum Präsentkorb bildeten die Grundstrukturen der neuen Hutkollektion aus Altenoythe. Als hervorragend kostümierte Punker-Oma berichte Annette Rumkamp aus ihren Erfahrungen mit jungen Leuten in Oldenburg. „In der Disco fangen sie an sich zu vernaschen und zwischen dem Sex sind sie am haschen“. Maria Herbers meinte nach vielen schlechten Erfahrungen als Haushälterin bei einem Arzt in Vechta, „Nix wie weg-da, Altenoythe ist und bleibt der schönste Ort, darüber gibst nixda, alles klara“. Hilde Tegeler-Tieken und Hedwig Sänger als Trunkenbolde hatten mit ihrem Sketch „Die schlafwandelnden Ehefrau“ (Anneliese Schnarhelt) die Lacher auf ihrer Seite. „Heute geht es Schlag

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auf Schlag es steht schon wieder jemand vor der Tür. Wollen wir sie reinlassen?“, fragte Maria Wessels, die als Moderatorin durchs Programm führte und es folgte ein vielstimmiges: „Jao, jao mantau, mantau, rinn de mit“. Margret Oltmanns berichtet als einfache Hausfrau über ihre Erlebnisse mit der ersten Waschmaschine. Maria Wessels und Marianne Bahlmann waren als Ehepaar Otto und Emmi im Theater. Sie beschwert sich immer wieder hier stinkt es und fragte „Otto bist du das? Hast du dir keine neuen Socken angezogen?“ Doch hab‘ ich ganz bestimmt, die alten hab‘ ich doch hier in der Tasche“. Margaretha Lübbers und Annemarie Meyer erinnerten sich als Opa und Oma mit Wehmut an ihre ersten Ehejahre. Zollkontrolle, Kampe und Altenoythe waren weitere Themen aus der Bütt. Bowle, Gesang und Musik sorgten für Karnevalstimmung pur. Ob es hieß „Am plattdeutschen Strand“ oder „Es steht ein Pferd auf dem Flur“ jedes Mal sangen alle kräftig und voller Begeisterung mit.

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