Harkebrügge Anfang Juni werden die ersten Asylsuchenden und Flüchtlinge in das in den vergangenen Wochen frisch renovierte ehemalige Pfarrhaus in Harkebrügge einziehen. „Voraussichtlich werden zwei Familien mit acht Personen die Wohnung im Erd- und Obergeschoss beziehen. Aus welchem Land sie kommen werden, steht noch nicht fest“, sagte Klaus Karnbrock vom Caritas-Sozialwerk St. Elisabeth bei einer Besichtigung der Wohnung zusammen mit Barßels Pfarrer Ludger Becker, Kirchenprovisor Johannes Geesen, Bürgermeister Nils Anhuth und Kirchenausschussmitglied Margit Schulte.

Das Caritas-Sozialwerk hat die Räume vom Bischöflich Münsterschen Offizialat (BMO) Vechta für fünf Jahre angemietet. Im Vorfeld hatte es in Harkebrügge mächtig Ärger um die Abholzung von Sträuchern und Bäumen gegeben, die Geesen nach Absprache mit dem BMO veranlasst hatte (die NWZ  berichtete). Von der Harkebrügge Bevölkerung war die mangelnde Kommunikation kritisiert worden, die letztlich Geesen veranlassten, sein Amt zum 31. Juli niederzulegen.

„Das Pfarrhaus erstrahlt im neuen Glanz und auch die Außenanlagen machen einen wunderbaren Eindruck“, meinte Karnbrock. „Es waren aber auch umfangreiche Arbeiten erforderlich. So wurden teilweise die Fußböden erneuert, Fenster und Verglasung ausgetauscht, Maurerarbeiten durchgeführt. Sämtlich Räume erhielten einen hellen Farbanstrich“, sagte Geesen beim Rundgang durch das Gebäude. Rund 35 000 Euro sind an Kosten angefallen, die aus dem Kirchenfonds entnommen wurden. Die Ersteinrichtung erfolgt durch das Caritas-Sozialwerk, das auch teilweise die Betreuung der Bewohner übernehmen wird.

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„Wir sind der Pfarrgemeinde Barßel dankbar, dass das Haus nicht abgerissen wurde und es für Hilfesuchende zur Verfügung gestellt wird“, so Karnbrock. Daran könnten sich andere Gemeinden ein Beispiel nehmen. „Es haben sich schon 40 freiwillige Helfer gemeldet, um bei den einfachsten Dingen, wie Behördengang, Mülltrennung, Busfahren oder auf der Suche nach Schule oder Kindergärten zu helfen“, sagte Bürgermeister Anhuth. Einige wollten sich auch zu Integrationslotsen ausbilden lassen. Barßels Bürgermeister unterstrich noch einmal, dass alle Asylsuchenden und Flüchtlinge, aus welchem Land sie auch immer kommen, herzlich willkommen seien.

Die Unterbringung – in Barßel sind es mittlerweile 100 Personen – sei nicht nur eine staatliche, sondern auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, so Anhuth. Daher habe die Gemeinde auch zwei neue Mitarbeiter im Sozialamt für diese Aufgaben eingestellt. Sonst sei die Hilfe nicht zu leisten gewesen.

Das renovierte Pfarrhaus kann am Sonnabend, 23. Mai, nach der Abendmesse bis 21 Uhr und am Pfingstsonntag, 24. Mai, nach dem Festhochamt bis 12 Uhr besichtigt werden. „Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen“, sagte Pastor Ludger Becker.

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