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Emmerich /Cloppenburg Der ehemalige Cloppenburger Kaplan Karsten Weidisch wird trotz massiver Solidaritätsbekundungen aus der Bevölkerung vorerst nicht als Pfarrer der Stadtgemeinde von Emmerich zurückkehren. „Es ist verständlich, dass sich der Rat der Seelsorgeeinheit eine schnelle Personalentscheidung wünscht. Bevor aber nicht deutliche Schritte auf dem Weg der Versöhnung zwischen dem Rat der Seelsorgeeinheit, den Kritikern und Pfarrer Weidisch gegangen wurden, wird es keine Personalentscheidung durch das Bistum Münster geben“, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Presseerklärung des Bistums. Bischof Dr. Felix Genn reagierte damit auf die massive Kritik des Seelsorgeeinheits-Rats an seinem Verhalten im Hinblick auf den entpflichteten Pfarrer.

Wie berichtet, hatte der – während seiner Cloppenburger Zeit (2008 bis 2011) – äußerst beliebte Geistliche am 20. Januar die Stadtgemeinde Emmerich verlassen. Eine Gruppe von Kritikern hatte ihn monatelang gemobbt – das dieses Verhalten dem 41-Jährigen stark zugesetzt hatte, konnte man förmlich in seinem ausgemergelten und eingefallenen Gesicht ablesen.

Anonymer Brief

Die „Neue Ruhr Zeitung“ berichtet unterdessen von einem anonymen Brief, den Generalvikar Norbert Kleyboldt und die NRZ-Redaktion erhalten haben. Dieser Brief beinhalte pikante Details zum Ursprung des Streites. Bei Reisen, die von der Seelsorgeeinheit unterstützt oder gänzlich finanziert worden seien, hätten immer wieder dieselben Speelberger Familien teilgenommen, andere Interessenten in die Röhre geguckt. Zum Weltjugendtag nach Madrid oder Sydney, bei Reisen nach Alindao, Sanisbar oder bei Familienfreizeiten nach Wangerooge, Freckenhorst und Stapelfeld: „Hier wurden ganze Familienurlaube zu Lasten der Gemeinde gemacht“, heißt es. Die offiziellen Teilnehmerlisten seien verschwunden. Weidisch sei diesem Unrecht auf die Schliche gekommen und habe dem ein Ende setzen wollen.

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Öffentlicher Druck

Inzwischen haben sich 2850 Menschen der Facebook-Gruppe „Pro Christian Olding (Ex-Kaplan in Emmerich, Anm. d. Red.)/Karsten Weidisch“ angeschlossen, die die Wiedereinsetzung der beiden Geistlichen fordert. Für öffentlichen Druck sorgt der Rat der Seelsorgeeinheit auch über die örtlichen Zeitungen und zahlreiche Fernsehsender – ein Vorgehen, das Genn nicht passt: „Es ist für eine Versöhnung nicht hilfreich, wenn der Rat der Seelsorgeeinheit oder einzelne Vertreter nahezu täglich öffentliche Erklärungen abgeben und dabei sich ständig wiederholende massive Vorwürfe gegen das Bistum oder die ,kritische Gruppe’ in der Seelsorgeeinheit erheben“, so das Bistum.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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