Neuvrees „Wenn die reden könnte. . .“. Ein bewegte Geschichte steckt in der Gold glänzenden Tuba, sagt Chronistin Saskia Eilermann. Über 100 wechselvolle Jahre könnte sie berichten, glaubt Thomas Bruns, erster Vorsitzender der Jugendschützenkapelle Neuvrees. Die Tuba begleitet die Kapelle, die 1983 in Neuvrees aus der Taufe gehoben wurde, die längste Zeit ihres Bestehens. In Neuvrees wurde auf ihr bereits ab 1931 des vergangenen Jahrhunderts geblasen, als Neuvreeser und Gehlenberger Musiker gemeinsam in der „Musikkapelle Neuarenberg“ vertreten waren. Schon damals war die Tuba gebraucht gekauft worden.

Während des Krieges lagerte das Instrument auf dem Heuboden von Margaretha Bruns, wurde dann nach Evenkamp ausgeliehen. Beim Umbau des dortigen Vereinslokals diente die einst für 600 Euro angeschaffte Tuba als Behälter für Wasser und Bausand. Gerhard Bruns holte sie 1970 zurück, seit 1984 ist das Instrument im Besitz der Jugendschützenkapelle.

Die feiert zeitgleich mit dem Ortsjubiläum 225 Jahre Neuvrees ihr 30-jähriges Bestehen. Im Mai 1983 hatten sich musikbegeisterte Neuvreeser in der Hütte von Wilhelm Abeln getroffen, um einen Musikverein zu gründen. Der Schützenverein gab Startkapital, um erste Instrumente kaufen zu können. Schon im September 1983 folgte der erste Auftritt auf dem Schützenfest in Neuvrees beim traditionellen Frühschoppen. Durch Spenden konnten schon im Herbst Uniformen, weitere Instrumente und Noten angeschafft werden. Schon ein Jahr nach Gründung war der Verein auf 36 Mitglieder angewachsen.

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Zahlreiche große Auftritte folgten im Laufe der Jahre, unter anderem gestalteten die Musiker bereits anlässlich der 200-Jahr-Feier von Neuvrees und ihres fünfjährigen Bestehens einen Heimatabend und eine Messe musikalisch. Zum zehnjährigen Bestehen der Jugendschützenkapelle wurde ein großes Erntedankfest organisiert. weitere zehn Jahre später richtete die Jugendschützenkapelle das 55. Kreismusikfest aus.

Die Neuvreeser Musiker sind „jeck“: Seit 22 Jahren beteiligen sie sich am Kölner Karneval, laufen auf dem „Schull- un Veedelszöch“ am Sonntag und am Rosenmontagsumzug mit. Heute zählt die Kapelle 43 Musiker. „Frischen Wind“ in die Darbietungen bringen die Sängerinnen Kerstin Bruns, Theres Tobergte und Gitarrist Gerold Többen, so der Kapellen-Vorsitzende Thomas Bruns. Immer dabei ist die generalüberholte Tuba, die heute vom Ehrenvorsitzenden Hubert Elberfeld gespielt wird.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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