CLOPPENBURG Gleich drei musikalische Leckerbissen bekamen die Besucher bei der „Night of the Guitars“ im Saal Taphorn in Cloppenburg serviert. Die Bands um Timo Gross, Roy Herrington und Dennis Hormes präsentierten Blues mit eigener Gewürznote und unterschiedlicher Geschmacksintensität. Organisiert wurde der Konzertabend vom Verein der „Jazz- und Bluesfreunde Cloppenburg“.

Den Auftakt machte Timo Gross. Der Musiker hat einen Barhocker bei seinem Mikro stehen. Auf dem saß er auch gelegentlich, während er spielte, was mit dem eher ruhigen Tonfall seiner Musik korrespondiert. Er bediente sich einiger eingängiger Melodien, die das Publikum teilweise spontan mitsummen konnte. Gross legte viel Wert auf Gesang, ließ keine Hektik aufkommen und doch konnte man ihm seinen Einsatz ansehen. Je länger er spielte, desto mehr schweißnasse Strähnen seines dunklen Haares hingen ihm bis auf die Augenbrauen.

Roy Herrington setzte dann einige Kontrastpunkte. Er trat einfach in Jeans und T-Shirt auf, doch auf seinem Oberteil stand schon, was er von sich hält oder zumindest halten darf. Denn dort stand in großen Lettern: „The Boss“.

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Herrington spielt nicht nur virtuos, sondern ist auch Exzentriker an der Gitarre, der nicht still halten will oder kann. Er hüpft, trippelt, schleicht über die Bühne, er hält die Gitarre abwechselnd quer, hochkant, hinter dem Kopf, vor den Knien oder zwischen den Beinen, schreitet den ganzen Saal ab, spielt mit einer Bierflasche an den Saiten, stellt sich in die Menge, lässt sein Instrument mit den Besuchern flirten und klettert auf die Theke. Nebenher quetscht er auch tonmäßig alles heraus, was sein Instrument hergibt. Er schmettert die Töne, dehnt die Saiten, streichelt sie, reißt an ihnen, aber lässt sie nicht abreißen, nicht mal während er seine Gitarre nebenher nachstimmt. Manchmal singt Herrington auch zu einigen Titeln, aber diese wirken nur wie Entspannungsphasen, bevor er wieder für ein nicht enden wollendes Solo durch den Saal springt.

Nach ganz viel Zuspruch für den Gitarrenhelden aus dem englischen Leeds lieferte Dennis Hormes mit seiner „Blues Band“ zum Schluss noch einmal etwas härtere Kost ab. „Für echten Blues zu heavy, für Heavy Metal zu bluesig“, beschreibt Hormes seinen Stil selbst. Dementsprechend steigerte sich die Lautstärke im Saal noch einmal. Die Band trat – wie auch ihre zwei Vorgänger – in klassischer Bluesbesetzung mit E-Gitarre, E-Bass und Schlagzeug auf. Statt zum Bewegen anzuregen, fesselte der markige Sound die Hörer bis in die Nacht auf ihren Plätzen.

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