Dwergte Dass sich der traditionelle Plattdeutsche Abend des Heimatvereins Molbergen großer Beliebtheit erfreut, zeigte sich auch in diesem Jahr. Mehr als 60 Freunde der Plattdeutschen Sprache hatten sich kürzlich im Jugendheim in Dwergte eingefunden, um Sketche zu sehen, Lieder zu singen, Geschichten zu hören und mit dem Shanty-Chor zu schunkeln. Molbergens Heimatvereinsvorsitzender Kurt Bussmann begrüßte dabei auch Pfarrer Uwe Börner und die Vertreter der Molberger Schulen.

„Plattdeutsch soll nicht aussterben. Deshalb bin ich besonders froh, neben den Schulleitern und einigen Lehrern auch die Theater-Arbeitsgemeinschaft der Anne-Frank-Schule begrüßen zu dürfen, die unter der Leitung von Maria Wichmann einige Sketche präsentiert“, freute sich Bussmann über das Engagement der Schulen. Für die Sketche gab es viel schmunzelnden Beifall.

Mit dem Plattdeutschen Oldie „Kumm eis inn, sett di doal“ hatte zuvor der Molberger Shanty-Chor „Die Binnenschipper“ das bunte Programm eröffnet, und unter der Überschrift „Wenn dei Wind dör die Bööm weiht“ las Heinrich Siefer, Dozent an der Katholischen Akademie Stapelfeld, Geschichten, rezitierte Gedichte und erzählte Anekdoten und Dönkes aus der „guten, alten Zeit“. Der aus Lindern stammende Theologe, Erziehungswissenschaftler und Autor sah den Spätherbst als die Zeit, die Gelegenheit zum Erzählen, Erinnern und Innehalten biete.

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Mit dem Gedicht „Kinderland“ eröffnete er seinen Vortrag. „De groote Dörn un do vorts linker Hand, do was miene Heimat...“ Er sei plattdeutsch aufgewachsen, heute würde man das bilingual nennen, sagte er. Kinder, die mit beiden Sprachen aufgewachsen seien, seien in der Schule auch im Deutschen oft besser gewesen, gab Siefer ein Bekenntnis zur plattdeutschen Sprache. Seine Geschichte über „Augustmüggen“ im Schlafzimmer begeisterte die Zuhörer, weil sie das gut Erzählte als selbst Erlebtes wiedererkannten. Besonders viel Beifall erhielt er für seine Witze und Anekdoten.

Josef Lüken erzählte dann seine plattdeutschen Dönkes so gekonnt, dass die Besucher einfach lachen mussten, „da kann man noch so stur sein“, wie es Kurt Bussmann ausdrückte. Helmut Thiemann begleitete die Besucher beim Rudelsingen musikalisch. „Burlala“, „Pastor sin Kau“ oder das „Hölskenlied“ waren allen sehr bekannt, so dass jeder mitsingen konnte.

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