Cloppenburg Mit einer besonderen Form der Erinnerung, aber auch der Mahnung will die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im Oldenburger Münsterland (GCJZ-OM) in diesem Jahr der Schrecken und des Nazi-Terrors der Reichspogromnacht 1938 gedenken. Dazu läuft am Donnerstag, 3. November, im Kulturbahnhof Cloppenburg, Bahnhofstraße 82, der Film „Wir glaubten, die Sonne geht nicht wieder auf – Der vergessene und verdrängte Oldenburger NS-Prozess.“

Die in mehrere Sprachen übersetzte und auch in Israel vielbeachtete Dokumentation setzt sich mit einem 1965 aufgenommenen und 13 Monate andauernden Kriegsverbrechertribunal vor dem Oldenburger Landgericht auseinander. Angeklagt waren der ehemalige Gebietskommissar Erich Gassner und der frühere Polizeimeister Fritz Manthei. Ihnen wurde die Ermordung Tausender Juden in der ukrainischen Stadt Kowel im Zweiten Weltkrieg vorgeworfen. Der Prozess gilt als das bislang aufwendigste Verfahren in der Oldenburger Justizgeschichte.

Den Streifen hat eine Länge von 100 Minuten. Erstellt hat ihn der Oldenburger Verein Werkstattfilm zwischen 2011 und 2016. Regie führte Farschid Ali Zahedi, der auch den Verein leitet. Vor der Premiere hatten die Filmemacher vier Jahre lang recherchiert, um dieses vergessene Kapitel nationalsozialistischer Massenverbrechen ans Tageslicht zu bringen. Der Film enthält unter anderem nie zuvor gezeigtes historisches Material.

Die Vorstellungen beginnt um 9 Uhr für je 40 Schüler des CAG, der BBS Technik und am Museumsdorf sowie der Liebfrauenschule. Die Öffentlichkeit kann den Film um 19.30 Uhr anschauen. Der Regisseur ist zu beiden Terminen anwesend und erläutert den Streifen. Zur Verfügung stehen je Vorstellung 160 Plätze.


  www.werkstattfilm.de 
Christoph Floren Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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