SCHARREL Weit über 1000 Kolpingmitglieder aus den Kolpingfamilien des Oldenburger Münsterlandes feierten am Wochenende im Golddorf Scharrel den 107. Oldenburger Kolpingtag.

Am Freitagabend wurde bei einer Fete getanzt, Sonnabend wurden die Zelte aufgeschlagen und Sonntag wurde der Kolpingtag musikalisch von der Gruppe Kreativ auf der Bühne vor der Kirche St. Peter und Paul eröffnet.

Tolle Kulisse

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Dort hießen Kolpingvorsitzender Heinz-Gerd Klären und Bernd von Lehmden vom Kolpingwerk Land Oldenburg die zahlreichen Besucher willkommen. Gut 1000 Besucher waren bereits beim Festgottesdienst anwesend und sorgten für eine tolle Kulisse vor der Kirche in Scharrel, wo Hauptzelebrant Pfarrer Dr. Marc Röbel als geistlicher Direktor der katholischen Akademie Stapelfeld mit zahlreichen weiteren Geistlichen den Festgottesdienst unter dem Motto „Christlich motiviert – sozial engagiert“ hielt.

Röbel ermutigte die Christen, sich nicht als letzte Mohikaner in der Kirche zu fühlen, sondern machte ihnen Mut, einen Neuanfang im Glauben zu setzen. Beeindruckt zeigte sich Röbel von der Motivation der Kolpingfamilie Scharrel, die sehr viel Arbeit in die Ausrichtung des Oldenburger Kolpingtages investiert hatte. Der gesamte Ort war in den Farben Kolpings in schwarz und orange geschmückt.

Diskussionsforen

In vier Foren diskutierten die Teilnehmer zu verschiedenen Themen wie „Kolping – zwischen Skatturnier und sozialem Engagement“ oder „Sterbehilfe und Sterbebegleitung – den letzten Weg in Würde gehen“, während draußen auf der Kinder- und Jugendmeile zahlreiche Spiele geboten wurden. Rund um die Kirche gab es ein buntes Rahmenprogramm – über den Besuch der Mühle mit Heimatmuseum, Abnahme des Seelter Tjuchnis. Weitere Angebote waren eine Kreativwerkstatt Holz oder der Besuch von Orgelkonzerten in der Kirche. Zudem gab es Informations- und Aktionsstände des Caritas Vereins Altenoythe, der Kolpingberufshilfe Harkebrügge, der Feuerwehr Scharrel und vielen mehr.

Als Festredner forderte Hubert Tintelott, Generalsekretär des internationalen Kolping-werkes, mehr soziales Engagement. Nach dem Zweiten Weltkrieg seien die Kolpingfamilien stark durch das kirchliche Milieu geprägt und fest in den Pfarrgemeinden integriert gewesen.

Heute sei es schwer, Menschen für soziales Engagement zu gewinnen. Bedingt dadurch seien viele Kolpingfamilien überaltert.

Tintelott zitierte aus Schriften Kolpings, wonach auch Kolping schon erkannt hatte, dass viele Menschen mit der Kirche nichts im Sinn hatten, aber er gab den Menschen Halt und führte sie vorsichtig an die Kirche heran. Heute sei soziales Engagement gefordert, um den Menschen den Wege zum Glauben aufzuzeigen. Kolping gebe in vielen Ländern der Erde den Men-schen Halt und Vertrauen. Soziales Engagement bedeute, Mitglied in einem christlichen Verein zu werden und dort auch möglichst Führungsfunktionen zu übernehmen, um Gesellschaft mit zu gestalten.

„Wartet nicht auf den Staat, sondern übernehmt eigenverantwortlich Aufgaben und engagiert euch – auch in der Welt“, rief Tintelott die Kolpinger auf, ihren sozialen Beitrag zu leisten.

Tief beeindruckt sei er von der Kolpingfamilie Scharrel, denn das was er hier vorgefunden habe, zeuge von christlicher Motivation und sozialem Engagement. Die Arbeit hätte nicht allein von der Kolpingfamilie geleistet werden können, die ganze Dorfgemeinschaft sei mit eingebunden worden. „So funktioniert soziales Engagement“, so Tintelott.

Beendet wurde der Kolpingtag mit einem Umzug durch den Ort.

 @ Mehr Infos unter http://www.NWZonline.de/fotos-muensterland

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