Saogen un Speukgeschichten vertellt vandaoge noch van dat Dustmeer, dat as ein Maueroge midden in dat grote Vähnemauer leeg. Rägen, Schnee, Wind un Weer verannernden dei Grötte staodig.

As Mauerogen entstaohn sünd, dat is wissenschaftlich naowiesen. Doch disse Theorie gült nich bi dei Lüe, dei rund üm dat grote Mauer tau waohnen döen. För dei was et dei Düvel wäsen, dei ut Arger un Verdrott äöwer den Pastor van Oldenaythe dat Dörp unner Sand un Mauer begraoben wull. Midden dör dat Vähnemauer verlöp dei Grenze tüschen dei Grafschaft Ollnborg un dat Niederstift Münster.

Dei Ollnborger wassen evangelsch un dei Münsteraner katholsch. Un dichde unner disse Grenze, up münsterschem Gebiet, leeg dat Dustmeer in dei Burschup Bösel. Et was dei gröttste natürlicke Waoterfläche in dei münsterschen Ämter Vechte un Cloppenborg.

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Anfang vant 20. Johrhunnert füngen gewaltige Maschinen an, dat Mauer aftaubauen, tauerst blot dei unnersten Schichten üm Schwatttörf tau kriegen. Läöter wüdd uck dei Witttörf, dei dor baoven uppe wassen dö, afbaut. Dei Naofraoge wüdd immer grötter un trück achter sick an, dat uck dei Maschinen immer grötter wüdden. Dat Mauer wüdd entwässert, müssde dröge weer, dormit dei schwaoren Maschinen nich insacken döen. Törfbagger trücken ehre Spauern dör dat Maueroge.

Dat Dustmeer wüdd immer lüttker un 1950 verschwünd et ganz. Un mit den Unnergang verschwünnen uck dei Saogen un Speukgeschichten. Dei Neitiet brukde dei nich mehr.

Dat Dustmeer, in dei Stille un Einsaomkeit van dat grote Mauer, was ein Tummelplatz för alle dei Deierten, dei dichde ant Waoter wäsen wull’n. Moosbeern (Krammbeern) wassenden an dei schwammigen Kanten. Ein fastet Euwer har dat Dustmeer nich. All wiet vör dat aopene Waoter was dat Gelände sumpfig, ut dat Menschen un Deierten sick nich mehr retten kunnen, wenn sei dor rinkaoket wassen.

Geschen Job kennde dat Dustmeer als nicheine mehr. Hei waohnde „unner“ dat Vähnemauer. „Üm 1830 herüme hebbt twei Jungs, dei 13 un 14 Johr olt wassen, in dei Neegde vant Dustmeer Schaope hött. Dei erste Frost har eine dünnen Iesschicht äöwer dat Dustmeer trucken. Dei Jungs sünd inbraoken un in dat iskolde Waoter tau Doe kaomen“, wüssde hei tau vertellen.

„Un dann is dor noch ein Scheeper ut Oldenaythe versaopen. Dat heff mien Opa immer vertellt.“

Dat Aftörfen geiht langsaom tau Ende. Dei ersten Flächen werd weer vernässt Wor väle hunnert Johr lang sick dei Sünne in dat brune Mauerwaoter vant Dustmeer speegelt heff, steiht nu weer Waoter. Aober et is nich dat Dustmeer. Technische Maßnaohmen reguleiert den Waoterstand. Neiet Mauer schall weer ranwassen.

Drocke heff dei Vaogelwelt disse neie Waoterfläche weer vör sick in Beschlag naomen. Schwäne, Gööse, Aonten un Fischreiher sünd hier weer tauhuus. Weer werd dei olden Saogen un Speukgeschichten utgraoven un vertellt, dei van Generation an Generation all siet hunnert van Johr weedergäven sünd. Un Geschen Job vertellt: „Wenn man ein Ohr dorför heff, dann kann man vandaoge noch in sternklaorer Nacht den Düwel üm Hülpe ropen hörn un an warme Sömmeraobende dat moje Singen van dei Nixen lustern.“

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