Cloppenburg Andreas Rebers ist einer der bekanntesten Kabarettisten der Republik. Regelmäßig tritt der Wahl-Münchner im Fernsehen auf – unter anderem bei Nuhr, in der Anstalt oder beim Kult-Franzosen Alfons. Doch am Freitag hat es ihn in die niedersächsische Provinz verschlagen: nach Cloppenburg, „in das Hauptanbaugebiet von Schweinehälften“.

Rebers legt vor 160 Zuhörern im Cloppenburger Kulturbahnhof schon mal gut los: Er klebt sich ein Hitler-Bärtchen aus schwarzem Isolierband unter die Nase und herrscht gleich einen Fotografen an: „Kein Blitz, da ist der Führer empfindlich.“

Kanzlerin Merkel werde den türkischen Staatschef Erdogan demnächst mit einem freundlichen „Miau“ begrüßen: „Was auch sonst, wenn man einer Katze auf den Schwanz tritt.“

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Fast drei Stunden arbeitet sich Rebers nicht nur an den politischen Eliten in Berlin ab, sondern auch am linksliberalen Bürgertum, das immer politisch korrekt und Rad fahrend dem schnöden Mammon natürlich auch nicht abgeneigt sei. Rebers selbst bezeichnet sich in einem Selbstgespräch mit seiner Nachbarin, der feministischen Heulsuse Sabine Hammer, denn auch als „links und reich“.

Politisches Kabarett ist für Rebers ein harter Diskurs, in dem er „keine Gefangenen“ macht. Rebers hält seinem Publikum mitunter so heftig den Spiegel vor, dass dem einen oder anderen das Lachen im Halse steckenbleibt.

Der 60-jährige, der zuletzt den Dieter-Hildebrandt-Preis 2018 der Stadt München gewann, bringt die Botschaft auch musikalisch gekonnt über die Rampe. Der eine oder andere wird sich gefragt haben, warum Rebers so gut Akkordeon spielen kann. Die Antwort: Der Mann hat das Instrument von 1984 bis 1988 bei Thomas Aßmus studiert.

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