Cloppenburg Mehr als 370 Liter Apfelpunsch und 2100 Bratwürste vom Bunten Bentheimer Schwein beim Förderverein „Freundeskreis des Museumsdorfs“, 40 Adventskränze, 100 Weihnachtsbäume, über 120 Aussteller, etwa 45 Tiere der alten Haustierrassen – das sind nur einige Eckdaten des Nikolausmarktes, der am Freitagmorgen von der Leiterin des Museumsdorfes, Dr. Julia Schulte to Bühne, im historischen Schafstall eröffnet wurde.

Eine Eins konnte die fast noch neue Direktorin beisteuern, denn für sie war es die erste Eröffnung. Fast schon Routine ist die Großveranstaltung – in den vergangenen Jahren kamen jeweils um die 20 000 Besucher an drei Tagen – für Elke Schwender vom Organisationsteam. Im Endspurt sei alles gut gelaufen, alle Aussteller seien da und hätten die 40 Häuser und Scheuen weihnachtlich hergerichtet. Sowohl sie als auch Schulte to Bühne freuen sich darauf, in den nächsten Tagen über das Gelände zu laufen und auch das eine oder andere Weihnachtsgeschenk zu ergattern.

„Besonders wird die Atmosphäre, wenn mit Eintritt der Dämmerung auch die Beleuchtung eingeschaltet wird“, sagte Schwender. Bis 23 Uhr können die Besucher an allen drei Tagen durch das beleuchtete Dorf schlendern. Die Stände seien dann zwar schon geschlossen, erfahrungsgemäß gebe es aber an der einen oder anderen Bude noch etwas zu trinken.

Den traditionellen Trunk zur Eröffnung schenkte im Schafstall der Freundeskreis des Museumsdorfs aus. Hier gibt es an allen drei Tagen auch Bratwurst vom bunten Bentheimer Schaf – man munkelt, dass einige Besucher extra deswegen kämen, scherzte Paul Münch. Er freue sich an den kommenden drei Tagen auf die besondere Atmosphäre im Freilichtmuseum mit den toll geschmückten Häusern – „und dass bei normalem Museums-Eintrittsgeld“, sagte Münch.

Dank der tatkräftigen Unterstützung vieler Mitglieder des Freundeskreises bleibt dem Organisationsteam aus vier Ehepaaren auch noch etwas Zeit, selbst über den Nikolausmarkt zu schlendern. Die Erlöse, die im Schafstall aus Kulinarischem und Dekorativem gemacht werden, kommen dem Museumsdorf zugute, sagte Münchs Mitstreiter Hans Fahrenholz.

„Nicht zu toppen“ sei die Atmosphäre, erklärte Besucherin Margaretha aus Cloppenburg. Sie findet es vor allem toll, dass in die Häuser und Höfe, die im Winter ja wenig besucht werden, durch die dreitägige Veranstaltung Leben einzieht. Das Cloppenburger Event hebe sich aus der Masse der sonstigen Basare oder Ausstellungen hervor. Besonders die Liebe zur alten Handwerkszunft treibt dagegen Kurt Kowalski aus Cappeln zum Nikolausmarkt.

Geöffnet ist dieser noch am heutigen Samstag von 11 bis 20 Uhr sowie am Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet 7,50 Euro für Erwachsene, Schüler und Jugendliche zahlen 2,50 Euro. Unterhalten werden die Besucher durch ein umfangreiches Rahmenprogramm. Unter anderem sind die Puppenbühne Heyderhoffmann dabei, es gibt weihnachtliche Klänge in der Dorfkirche, und das Bläserquintett „Die vier lustigen Fünf“ ist auf dem Gelände unterwegs.

Und noch eine Zahl: Am Wochenende werden bis zu 30 Liter Regen erwartet. Elke Schwender empfiehlt deswegen festes Schuhwerk und eine Regenjacke. Die dreckigsten oder schönsten Gummistiefel, die bei Facebook gepostet werden, sollen prämiert werden.

Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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