Cloppenburg Sieben junge Poetry Slammer haben jetzt beim Poetry-Slam im Kulturbahnhof Cloppenburg die gut 120 Besucher begeistert. Mit viel trockenem Humor und einer markanten Stimme moderierte Felix Römer, selbst bekannter Slam-Poet und Buchautor, den Abend. Er forderte die Zuhörer auf, viel und intensiv zu klatschten, denn an diesem Abend entschied der Applaus des Publikums über den Sieg. Eigentlich sei es totaler Quatsch Texte zu bewerten, räumte der Moderator ein, aber dennoch stellten sich an diesem Abend sieben Poetry Slammer aus ganz Deutschland und auch der Region dem Urteil des Publikums. Ob Prosa oder Lyrik - wichtig sei nur, dass sie „irgendwas im Zuhörer berühren und einen Eindruck hinterlassen“, so Römer.

Auftritt mit Verspätung

Die regionalen Teilnehmer und die Profi-Slammer traten in zwei Gruppen gegeneinander an. Den Zuhörer stellten sich an diesem Abend Michael Goehre aus Essen, Florian Wintels aus Bad Bentheim, Leticia Wahl aus Marburg und Anna Teufel aus Karlsruhe, die von der Deutschen Bahn ausgebremst wurde und erst mit Verspätung auftreten konnte. Außerdem nahmen die drei junge Poetinnen Maren Peternel aus Cloppenburg, Sina Krause aus Emstek und als jüngste Slammerin die erst 15-jährige Hanna Ha Minh aus Cappeln teil.

Wortgewaltig und poetisch, dabei mal lustig, mal tief bewegend aber immer emotional und sehr persönlich gaben die Slammer in rasant vorgetragenen Texten tiefe Einblicke in ihr Leben und ihre Gefühlswelt. Während Michael Goehre den Zuhörern mit detaillierten Schilderungen seiner ausgeprägten Sabberspuren im Gesicht der neuen Freundin den Zuhörern einiges abverlangte, rappte und trommelte Leticia Wahl zum Rhythmus ihres Körpers ein Liebesgedicht an ihr eigenes Herz. Mit spitzbübischem Lächeln und rasant vorgetragenen Texten sprach Florian Wintels über das Leben und den Preis, den man dafür zahlen muss.

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„Kekskrümelgedanken“ überzeugen

Anna Teufel beeindruckte mit „Kekskrümelgedanken“ und der Liebe zu allen Menschen – mit oder ohne Kekskrümel-Genen. Hanna Ha Minh bewegte bei ihrem ersten Auftritt als Slammerin mit einem sehr persönlichen Text über Liebe, enttäuschtem Vertrauen und tiefsitzendem Schmerz. Auch Maren Peternel verarbeitete in ihrem Text eine Liebe wider alle Vernunft, die schmerzhaft ist und Wunden aufreißt.

Sina Krause begab sich auf die Suche nach der Liebe unter den Menschen in einer Gesellschaft voller „Liebes-Veganer“ und gewann das Finale der örtlichen Teilnehmerinnen. Bei den Profis überzeugte Florian Wintels, der gekonnt und auf witzige Weise das Publikum in seinen grandios vorgetragenen Text mit einband und so für Begeisterung und den verdienten ersten Platz sorgte.

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