ELISABETHFEHN Wer an Motorräder denkt, dem wird vielleicht der berühmte Film „Easy Rider“ aus dem Jahr 1967 mit Dennis Hopper und Peter Fonda in den Sinn kommen. Eine Verbindung mit dem Begriff „Kirche“ werden hingegen wohl die Wenigsten ziehen. Dass zwischen Christentum und zweirädrigem „Feuerstuhl“ kein Widerspruch besteht, zeigt auf lebendige Weise die Motorradgruppe „Crossroads“ der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Elisabethfehn.

„In erster Linie sind wir eine Gruppe, die ihr gemeinsames Hobby verbindet: das Motorradfahren“, so Thomas Perzul (42), Pastor an der Christuskirche in Elisabethfehn. Er hatte im Jahr 2000 die Gruppe gegründet. Dahinter steckte die Idee, mit einem Angebot auch Leute anzusprechen, die sonst nicht viel mit Kirche zu tun haben, so der Seelsorger. „Der christliche Glaube ist begleitend, steht aber nicht im Vordergrund“, bestätigt Mitglied Engelbert Coners (45).

Helmer Webermann (52) hebt den menschlichen Umgang unter den Mitgliedern hervor. Bei den Gesprächen gehe es nicht nur um Benzin und Pferdestärken: „Es kommen interessante Persönlichkeiten, mit denen man sich richtig gut unterhalten kann. Die haben auch mal ein offenes Ohr für Probleme.“

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Die Gruppe unternimmt bei ihren monatlichen Treffen bis zu 200 Kilometer weite Tagestour-Ausflüge in die nähere Umgebung. Bis zu 15 Personen nehmen aktuell teil, darunter auch Frauen. „Zum Teil fahren Eltern und Kinder gemeinsam mit. Junge und Alte werden zusammengeführt“, so Rolf-Dieter Feldkamp (44).

Dass die Motorradfahrer keine Schranken zwischen den Generationen kennen, hebt auch Günther Christoffers (53) hervor: „Unser ältestes Mitglied, Georg Grönjges aus Westerstede, ist letztes Jahr im Alter von 82 Jahren gestorben.“

Christoffers ist Gruppenmitglied der ersten Stunde. Er erinnert sich lebhaft an einen Gottesdienst im Jahr 2002. Damals hatte Perzul vorgeschlagen, dass die Gruppe einmal eine Messe gemeinsam halten könne – und zwar in Lederkluft. Christoffers habe sich damals große Gedanken darüber gemacht, wie das wohl bei den Kirchgängern ankommen würde. „Am Ende war das Gotteshaus bis zum letzten Platz voll. Die Küsterin machte Luftsprünge und fragte uns, ob wir die Aktion nicht jeden Sonntag wiederholen könnten.“

Im gleichen Jahr war sogar der frühere Oldenburger Bischof Peter Krug dabei. Auf einer Spritztour nahm er auf dem Rücksitz einer Maschine Platz. Im letzten Jahr unternahm die motorisierte Truppe einen einwöchigen Ausflug nach Schweden. „Es war schon ziemlich witzig, dass die Elche dort einfach so über die Straße liefen“, so Christoffers.

Die Gruppe ist für alle Interessierten offen. Nach einer kurzen Winterpause gibt es im März nächsten Jahres das nächste Treffen. Informationen unter 04499/320 und im Internet:

www.kirche-efehn.de/g-leben/crossroads/crossroads.html

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