LASTRUP „Kein Mensch ist perfekt“ – so ist die Caritas-Kampagne 2011 überschrieben. Thema in diesem Jahr ist die Inklusion, also die Ermöglichung der Teilhabe für Behinderte in allen Bereichen der Gesellschaft.

Wie Inklusion auch in den Kirchengemeinden im Dekanat Löningen erreicht werden kann diskutierten jetzt Vertreter der Caritasausschüsse der Kirchengemeinden mit Vertretern aus Behinderteneinrichtungen. Eingeladen zu der Veranstaltung in der Sophie-Scholl-Schule in Lastrup hatten Gemeindecaritasreferentin Elisabeth Pohlmann vom Caritas-Sozialwerk sowie der Caritas-Verein Altenoythe.

„In Lastrup sind die behinderten Schüler mittendrin“, sagte Anne-Katrin Oltmanns, Leiterin der Sophie-Scholl-Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Die Tagesbildungsstätte für Schülerinnen und Schüler mit geistiger Behinderung wurde in direkter Nachbarschaft des Schulzentrums gebaut, so dass behinderte und nicht-behinderte Kinder auf dem Schulhof in Kontakt miteinander kommen und sich bei gemeinsamen Projekten begegnen. „Die Gemeinde Lastrup hat uns mit offenen Armen aufgenommen“, freut sich Oltmanns.

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Helmut Strey (Leiter ambulante Wohnbetreuung und offene Dienste) stellte die Arbeit des Caritas-Vereins Altenoythe vor: „Wir betreuen derzeit etwa 2000 behinderte Menschen in 39 Einrichtungen im Landkreis Cloppenburg.“ Der 1967 aus einer Elterninitiative entstandene Verein beschäftige etwa 800 Mitarbeiter. Manche der Behinderten seien sehr selbstständig, andere bräuchten rund um die Uhr Betreuung.

Ein Bereich, in dem die Teilhabe am „normalen“ Leben gut gelingen kann, ist die Freizeit. „Es gibt keine großen Unterschiede bei den Freizeitwünschen von Behinderten und Nichtbehinderten“, sagte Christel Boog, die das Projekt „Ehrenamt“ beim Caritas-Verein Altenoythe leitet. Viele Ehrenamtliche böten zum Beispiel Spielenachmittage, gemeinsames Kochen oder Spaziergänge an. Der Caritasverein organisiert zudem Reisen für behinderte Menschen.

Wie Menschen mit Handicaps noch weiter in die Kirchengemeinden eingebunden werden können, darüber informierte Irene Block. Die Musikpädagogin ist für den Caritas-Verein Altenoythe und den Landkreis Cloppenburg kirchlich beauftragt für die Seelsorge der Menschen mit Behinderungen. „Für den Anfang haben wir das Projekt ‚Wegweiser‘ geplant. Behinderte können auf Holzpfeile ihre Wünsche schreiben, dann werden sie geweiht und in den Gemeinden aufgestellt“, erklärte Block. Die Wünsche reichten vom Fußball spielen bis hin zur Teilnahme bei den Messdienern.

2009 ist die UN-Behindertenrechtskonvention, die die Inklusion einfordert, in Kraft getreten. „Mit der Umsetzung hinken wir in Deutschland hinterher“, sagte Pohlmann. „Wir müssen Türen öffnen, um behinderten Menschen eine Teilnahme in allen Bereichen zu ermöglichen“.

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