Bokelesch Vorträge und ein buntes Programm zur 700-Jahr-Feier haben am Sonntagnachmittag Besucher aus der gesamten Region zur Johanniterkapelle und dem Informationszentrum nach Bokelesch gelockt, nachdem bereits am Vormittag mehrere Hundert Besucher den Gottesdienst im Festzelt gefeiert hatten.

Den bunten Reigen am Nachmittag eröffnete die Volkstanzgruppe Saterland mit ihren Tanzvorführungen. Für jagdliche Klänge sorgte im Anschluss die Bläsergruppe des Hegerings Strücklingen. Musik gab es auch vom Spielmannszug Bollingen sowie vom Musikverein Strücklingen. Viele Besucher lauschten den Klängen bei Kaffee und selbst gebackenen Kuchen der Landfrauen aus Barßel.

Auf dem Festplatz hatte die Hospitaliter Kommende Norden ihre Zelte aufgeschlagen. Historische Ordensritter und -schwestern gewährten Einblicke in das Lager- und Ordensleben im 13 Jahrhundert. Der Malteser Hilfsdienst zeigte Oldtimer-Krankenwagen. Der Hegering Strücklingen informierte mit der „Rollenden Waldschule“ über heimische Tiere, Marlies Jakobi und Inge Schröder vom Imkerverein Saterland über Bienen und mehr.

In der Kapelle lauschten die Besucher den Ausführungen von Prof. Jochem Küppers zur Johanniterkapelle und zum friesischen Klosterwesen. Wissenswertes gab es über die Kapelle auch von Malteserritter Pfarrer em. August Vornhusene. Über die Malteser im Wandel der Zeit referierte Thorsten Bigger vom Malteser Hilfsdienst Vechta. Der Cloppenburger Wilhelm Gelhaus las aus seinem Heft „Die Schultens“ und zeigte ein Video mit Fotos aus alter Zeit. Er untermalte seinen Vortrag mit Musik und Gesang, wobei er auch das Saterlied sowie das „Vater Unser“ auf Saterfriesisch sang.

Im Informationszentrum selbst informierte Sondengänger Frank Schoone über sein Hobby und gefundene Münzen aus Bokelesch, während Joachim Bunger die Besucher durch die Ausstellungen im Erd- und Obergeschoss führte. Und für die Kinder gab es eine Hüpfburg, ein Kistenstapeln, Schminken oder Ponyreiten.

Und auch Weihbischof Wilfried Theising war am Sonntag kurz vor Ort. Am Vormittag hatte er in Bethen mit mehreren Hundert Gläubigen den Gottesdienst nach der Cloppenburger Maria-Geburtsprozession gefeiert. Zur Kaffeezeit wurde er schon wieder als Jury-Mitglied beim Gesang-Contest zum Pfarrfest in Vechta erwartet. Doch das kleine Zeitfenster nutzte Theising für eine kurze Stippvisite in Bokelesch.

Angesichts der nur kleinen Einwohnerzahl von Bokelesch zeigte sich Theising schwer beeindruckt über die große Beteiligung am Fest. „Man merkt doch, dass die alte Kapelle für den Ort und die Region eine große Identifikation stiftet. Ohne sie würden viele Menschen Bokelesch gar nicht kennen“, sagte er. Ehrenvorsitzender Gerd Ollig und erster Vorsitzender Norbert Schute vom Förderverein der Johanniterkapelle nutzen bei einem Teller Erbsensuppe von den Maltesern die Gelegenheit, dem Gast aus Vechta die frisch erschienene Chronik der Kapelle zu überreichen.

Sehr zufrieden zeigte sich dann am späten Nachmittag Vorsitzender Schulte mit der gelungenen 700-Jahr-Feier und dankte nochmals allen ehrenamtlichen Helfern und den mitwirkenden Vereinen. „Der Besuch war einfach fantastisch, sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag. Das Kleinod Bokelesch mit seiner Johanniterkapelle und dem Informationszentrum findet nicht nur bei den Saterländern, sondern auch bei vielen Menschen in der Region, großes Interesse.“

Mit einer Andacht in der Johanniterkapelle fanden die Feierlichkeiten ihren festlichen Abschluss.


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