Bösel Glaubt man den Legenden zum Martinstag, so haben die Gänse durch ihr Geschnatter St. Martin verraten, als er sich im Stall versteckte und sich vor der Wahl zum Bischof drückte. Eine andere Legende behauptet, Gänse hätten den Bischof beim Predigen gestört. Klingt nach einer ordentlichen Portion Dramatik, die es glücklicherweise am Dienstagabend im Böseler Heimathaus nicht gab. Dort ist es mittlerweile Tradition, dass zum St.-Martins-Benefiz-Essen eingeladen wird. Rund 120 Gäste konnten die Initiatoren Martin Pille und Franz Rielmann begrüßen.

Bereits im Vorfeld sammelten sie in der Gemeinde zugunsten humanitärer Vereine fleißig Spenden. Die Spendenbereitschaft war enorm: Jeweils 3500 Euro konnten Dr. Annette Oltmann und Bettina Theilmann vom Verein „Zusammen in Bösel“ (ZIB) sowie Johannes Budde und Werner Fuhler von der Carla-Lebensmittelausgabe entgegennehmen. „Die Resonanz ist ungebrochen“, freute sich Martin Pille während der siebten Ausgabe des Benefizessens. Mit der Aktion soll hauptsächlich Menschen in Notlagen und Kindern geholfen werden: „Sie kommen in einen Teufelskreis, der von Generation zu Generation weitergegeben wird“.

Schirmherr Bürgermeister Hermann Block berichtete, dass laut eines Berichtes am Weihnachtsfest Geschenke im Schnitt von 280 Euro pro Kopf auf dem Gabentisch landen würden. „Davon können die Menschen, die von den Erlösen dieser jährlichen Veranstaltung profitieren, nur träumen.“ Aber mit einem solchen Abend würden es die humanitären Hilfsorganisationen schaffen, das Leben der betroffenen Menschen ein stückweit lebenswerter zu machen. „Sie bekommen damit ein Flair von Weihnachtsfreude.“

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Die Gäste ließen sich kulinarisch verwöhnen: Auf der Karte standen Tranchen von der geräucherten Gänsebrust mit Wildkräutersalat und Saucé Cumberland, Kokos-Kürbiscreme mit Sauté-Spieß vom Gänsefilet im Sesammantel, saftiger Gänsebraten an Orangensoße mit Preiselbeerbirne, Apfel-Zimtrotkohl und Spitzkohl in Sauerrahm. Verschiedene Desserts in kleinen Gläschen rundeten das Menü ab. Völlig zurecht ernteten Heimathaus-Betreiber André Beier und Franz Rielmann für ihre Kochkünste großen Applaus.

Musikalische Unterhaltung gab es vom Kinderchor der Grundschule St. Martin unter der Leitung von Bettina Theilmann. Mit einigen Songs stimmten sie auf den Herbst ein, und selbstverständlich durfte auch das St.-Martins-Lied nicht fehlen. Zwischen den Gängen sang das Gesangstrio Margret Apke-Jauernig, Marlies Mammen und Monika Pille stimmungsvolle Lieder, die Martin Pille in plattdeutsche Sprache übersetzt hatte.

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