Bösel Der 37-jährige Dr. Wilko Lücht aus Trier erhält den 23. Borsla-Preis der Borsla-Vereinigung für niederdeutsche Sprache und Literatur in Bösel.

Lücht studierte zunächst Latein, Geschichte und Griechisch an der Universität Göttingen, danach Bibliothekswesen an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. In diesem Jahr promovierte Lücht mit dem Thema „Gleichnisse in Ovids Metamorphosen“.

Der Preisträger stammt aus Warsingsfehn (Kreis Leer) und schreibt deshalb Prosa in ostfriesischem Platt. Und das recht erfolgreich. 2016 erhielt er den Anerkennungspreis der Freudenthal-Gesellschaft Soltau, ein Jahr später den des Johann-Friedrich-Dirks-Preises der Stadt Emden, jeweils als Rangzweiter. Lücht veröffentlichte zudem eine „Ostfriesische Grammatik“. Auch als Kolumnist für die NWZ ist er unseren Lesern ein Begriff. Allerdings verfasste Wilko Lücht für die NWZ Kolumnen auf Saterfriesisch – eine Sprache, die er sich autodidaktisch beigebracht hatte. „Ich möchte einen bescheidenen Beitrag dazu leisten, dass diese Sprache am Leben erhalten wird“, hatte er 2014 im Gespräch mit der NWZ erklärt. Und dieses Anliegen verfolgt er auch im Plattdeutschen.

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Erstmals in der Geschichte des Borsla-Preises war das Votum der Jury einstimmig. Zu ihr gehören: Prof. Dr. Hermann Gelhaus (Bösel), Erhard Brüchert (Edewecht), Prof. Dr. Eberhard Ockel (Vechta) sowie Jutta Oltmanns (Warsingsfehn).

Wilko Lücht legte ein literarisches Feature namens „Folrich Heinen Cordes of Wat wi wat in d’Reken hebben“ vor. Jury-Mitglied Erhardt Brüchert sagte begeistert: „So etwas haben wir bislang noch nicht gehabt.“ Jury-Neuling Jutta Oltmanns (Preisträgerin 2018): „Dies ist keine Erzählung, die protzig auf den Putz haut, sondern ein Kammerstück des Unerwarteten, das mit Worten, mit Gedanken, mit Fakten und mit Menschen spielt“ Der Erzähler füttere den Leser mit Häppchen, recherchiert gemeinsam mit ihm über einen Mord ohne Mörder. Oltmanns: „Sehr klug eingefädelt, der Leser wird mit auf die Bühne gezogen“.

Die Preisverleihung ist am Samstag, 9. November, um 19 Uhr während einer öffentlichen Veranstaltung im Böseler Heimathaus. Die Festrede hält in diesem Jahr Weihbischof Wilfried Theising vom Bischöflich Münsterschen Offizialat Vechta. Die Musik kommt vom Gesangstrio Margret Apke-Jauernig, Marlies Mammen und Monika Pille. Der Borsla-Preis ist zudem mit 2000 Euro dotiert.

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