Bethen Es wird Orgelpfeifen geben, die nach einer Flöte klingen und auch welche, die sich ähnlich wie eine Geige anhören. Insgesamt 2000 Pfeifen in 28 Registern soll die neue Bether Orgel der Firma Hermann Eule aus Bautzen umfassen. Und egal ob die Pfeife 4,8 Meter hoch ist oder aus ihr ein C in Waldflöte im Schwellwerk ertönt – sie alle sind wichtig, und für jede von ihnen sucht der Orgelbauverein Bethen einen Paten.

Vorgestellt wurde das Konzept jetzt offiziell auf der Versammlung des Orgelvereins. Während des Treffens wurde auch Josef Wilken zum neuen Kassenwart als Nachfolger von Tobias Vaske gewählt. Im Jahresrückblick bedankte sich der Verein für die Unterstützung – bei den Mitwirkenden der Benefizkonzerte und bei den vielen Vereinen für ihre Hilfe.

Konzerte für die Orgel sind auch in den kommenden Monaten wieder geplant, verrät Kirchenmusiker Christian Kienel. Und auch verschiedene kleinere Aktionen und Veranstaltungen stehen an. Zum Stichtag 31. Dezember hatte der Verein 100 000 Euro gesammelt – es fehlen noch 600 000 Euro, so Kienel. Wenn die Kirchengemeinde dem Orgelbauer den Auftrag erteilt, braucht diese noch einmal drei Jahre, bis die Orgel dann in Bethen erklingt. Die Vereinsmitglieder wünschen sich, dass in etwa zwei Jahren das Geld beisammen ist. Laut Kienel soll an verschiedenen Stellen noch um Fördergelder geworben werden.

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Eine Erlösquelle sollen aber auch die Pfeifenpatenschaften sein. Damit sind laut Kienel bereits 34 000 Euro eingenommen worden. Insgesamt 89 Pfeifen haben einen Paten. Die Pfeifen können bis zu 4,8 Meter hoch sein – eine Patenschaft ist dementsprechend mit 2500 Euro in der höchsten Preiskategorie. Umso kleiner und damit auch höher vom Klang die Pfeifen werden, umso geringer ist der Preis. 1000 Euro kostet beispielsweise eine Patenschaft für eine sichtbare Pfeife. Ebenfalls etwas teurer sind einige Pfeifen von Trompete 8’, Cor anglais 16’, Violonbass 16’ und Posaune 16’ – da diese laut Kienel besonders gut herauszuhören sind. Einige Tipps hat der Kirchenmusiker außerdem zur Auswahl der Patenschaften bereit: Die Auswahl der Initialen, die ersten Töne des Lieblingsliedes oder die drei Akkordtöne von F-Dur (f/a/c) – da die meisten Lieder im Gesangbuch in F-Dur sind und diese Pfeifen mit großer Wahrscheinlichkeit in jedem Gottesdienst gespielt werden. Außerdem gibt es noch einige Register, die ähnlich wie Instrumente klingen – vielleicht spielt der Pate selbst ein Instrument oder der Beschenkte. Hilfestellung gibt auch Christian Kienel, Infos gibt es auf einem Flyer, auf der Internetseite des Orgelbauvereins und auf einer Tafel in der Basilika – dort sind alle Pfeifen abgebildet. Die alte Orgel aus dem Jahr 1952 soll laut Kienel verkauft werden.

Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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