Bethen /Cloppenburg Über bunt beflaggte Straßen ist am Sonntag die Maria-Geburts-Prozession von der Cloppenburger St.-Josef-Kirche nach Bethen gezogen. Bei der Wallfahrtsbasilika warteten schone mehrere hundert Gläubige auf die Wallfahrer. Die Cloppenburger Kirchenchöre hatten sich inzwischen unter Leitung des Cloppenburger Kirchenmusikers Karsten Klinker und des Chorleiters Ludwig Kleinalstede eingesungen. Der Gottesdienst, den Weihbischof Wilfried Theising mit ihnen feierte, bildete den offiziellen Auftakt der Festwoche zum 350-jährigen Jubiläum der Gnadenkapelle.

Theising wies in seiner Predigt auf das Jubiläum hin. Der damalige Fürstbischof von Münster, Clemens August von Galen, habe 1669 mit dem Bau der Kapelle die Bether Wallfahrt nach dem 30-jährigen Krieg neu belebt. Die Menschen seien damals arm und ohne Perspektive gewesen. Von Galen aber habe gewusst, dass sie Ankerpunkte bräuchten.

Die nach dem Ersten Weltkrieg zum Gedenken der Gefallenen erbaute Basilika mache deutlich, wie sehr sich das religiöse Leben weiterentwickelt habe. „Wie viele Tränen mögen hier wohl geflossen sein, und wie viel Sorge und Kummer hat Maria hier wohl von den Menschen entgegengenommen?“, fragte Theising.

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Dafür sei Bethen ein wunderbarer Ort. Die Probleme seien damit nicht gleich gelöst, aber die Gläubigen bekämen eine Perspektive. Die schmerzhafte Maria in Bethen zeige den Menschen ihren toten Sohn. Sie wisse, was Leid bedeute. Doch der Tod Jesu stehe gleichzeitig für die Auferstehung. „Bei Maria finden wir daher immer eine gute Zuhörerin“, versicherte der Weihbischof.

Zusammen mit Bethens Pfarrer Dr. Dirk Költgen lud er die Gläubigen am Ende des Gottesdienstes herzlich zur Teilnahme an der Festwoche ein. So feiert am Dienstag, 10. September, Bischof Dr. Felix Genn um 10 Uhr ein Pilgerhochamt in der Basilika. Um 18 Uhr findet eine meditative Lichterandacht statt.

Am Mittwoch, 11. September, ziehen die Gläubigen nach der Messe um 19 Uhr mit einer Lichterprozession zur Gnadenkapelle. Der gebürtige Bether Stefan Lunte, Generalsekretär von „Justitia et Pax Europa“, wird dabei ein Glaubenszeugnis ablegen.

Am Freitag, 13. September, beginnt um 19 Uhr ein geistliches Candle-Light-Dinner im Haus Maria Rast Ehepaare, am Samstag ist Beichttag. Zum Abschluss der Festwoche feiert am Sonntag, 15. September, um 10.30 Uhr der päpstliche Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Nikola Eterovic, mit Weihbischof Theising einen Gottesdienst vor der Gnadenkapelle.

Anschließend können sich die Besucher auf ein Programm mit Familienangeboten, Musikgruppen und ausreichend Verpflegung freuen. Den Schlusspunkt des Tages setzt um 17 Uhr in der Basilika ein Konzert des „Ensembles 1684“ vom Leipziger Gewandhaus. Hierfür wird Eintritt erhoben.

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