Barßel Voll besetzt war die Aula des Schulzentrums Barßel. Rund 200 Freunde des plattdeutschen Theaters wollten sich die Premiere von „De Hexenhoff“ von Jens Exler nicht entgehen lassen. Freuen durften sie sich auf drei turbulente Theaterakte mit reichlich Verwicklungen und Verwirrungen – Stoff genug für beste, plattdeutsche Unterhaltung mit der Theatergruppe der Kolpingfamilie Barßel.

Unter der Spielleitung von Monika Böhning und großem Beifall ging das plattdeutsche Spiel, das nur so von Hexenwahn und Aberglauben geprägt war, über die Bühne. Mit dem Stück hatten die Schauspieler haargenau den Geschmack ihres Publikums getroffen. Wie oft in solchen Stücken, so soll auch hier der Bauer von Haus und Hof vertrieben werden. Den Part der Bösewichte übernehmen in diesem Fall der Gebäude- und Grundstücksmakler Hubert Zimmerschiet (Gregor Hibben) und „de swatte Tille“(Romy Hoffbuhr), die vorgibt, die Hexerei auf dem Hof in den Griff zu kriegen. Es geschehen merkwürdige Dinge auf dem Hof. Die Milch hat kein Fett mehr, die Sau frisst ihre Ferkel und der Gaul lahmt. Und bei all diesen „Unregelmäßigkeiten“ sinkt natürlich der Wert des Hofes, den Makler Hubert Zimmerschiet so gerne kaufen würde.

Die Magd Magda Flickenschildt (Heike Westerkamp) glaubt die Ursache zu kennen. Es muss Hexerei im Spiel sein. Sie glaubt auch zu wissen, wer helfen kann: „de swatte Tille“, die offensichtlich alle Tricks der Hexen kennt. Und sie weiß, Knecht Karsten Rullmacker (Andreas Schneider) ist der Bösewicht, der den Hof verhext hat. Ob es sich hier um Hexerei handelt, wird man erfahren, wenn man dem Theaterstück einen Besuch abstattet.

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Viele Verdächtigungen, Anfeindungen und Vermutungen verwandeln den so beschaulichen Hof in einen Ort des Schreckens. Selbst die bevorstehende Hochzeit des jungen Liebespaares scheint gefährdet. Solange, bis die „swatte Tille“ den erlösenden Zaubertrank aus verschiedenen, speziell ausgewählten Zutaten auf dem Tisch des Hauses anrichtet: Salmiakgeist, Schwefelsäure, Schweinejauche, Petroleum, Dillessig, Nägel und als geschmacksabrundende Krönung einen sauren Hering. Das müsste eigentlich helfen – ob, wird hier aber nicht verraten.

Alle Schauspieler gaben der Aufführung Farbe und Lebendigkeit: Georg Hoffbuhr als Bauer Hamkens, der sich von listigen Frauen um den Finger wickeln lässt, Hansel Loots als Sohn im Schatten des Vaters, Heike Westerkamp als Haushälterin, Ursula Hillbrand als die in den Sohn verliebte Bauerndeern, Andreas Schneider als dumm-schlauer Knecht Karsten Rullmaker, Romy Hoffbuhr als überzeugende „swatte Tille“ und Gregor Hibben als Städter Hubert Zimmerschiet.

Die weiteren Aufführungstermine sind: Sonnabend, 28. September; Sonntag, 29. September; Mittwoch, 2., Freitag, 4., und Sonnabend, 5. Oktober, jeweils um 19.30 Uhr in der Aula im Schulzentrums Barßel. Außerdem gibt es eine Aufführung am Sonntag, 6. Oktober, um 15 Uhr.

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