Cloppenburg Die Passanten in der Langen Straße haben sich inzwischen dran gewöhnt. Kaum einer nimmt noch Notiz von der Baulücke, wo sich einst Optik Bergner und das Bekleidungsgeschäft Benetton befunden haben. Kaum ein Besucher der Cloppenburger Fußgängerzone bleibt noch stehen, um sich die verbrannte Fassade des dahinterliegenden Gebäudes oder die traurigen zugemauerten Fenster anzuschauen.

Vor fast genau einem Jahr heulten gegen 11.30 Uhr die Sirenen im Stadtgebiet, rasend schnell hatte sich bei Bauarbeiten im Haus Nummer 47 ein Großbrand ausgebreitet, der auch das benachbarte Haus Nummer 45 völlig zerstörte. Ein Schaden in Millionenhöhe entstand. Einen noch größeren Verlust verhinderten seinerzeit rund 100 Feuerwehrleute aus dem gesamten Kreisgebiet, die mit größtem Einsatz die unglaublich hohen Flammen bekämpften.

Warum ist mit dem Wiederaufbau der Häuser in dieser exponierten Lage noch nicht begonnen worden? Die NWZ  hat bei den Beteiligten nachgefragt.

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„Wir hoffen nun, möglichst zeitnah mit dem Neubau beginnen zu können“, erklärte am Freitag Carsten von Hammel, der nach dem Brand die Fläche Nummer 45 gemeinsam mit seiner Familie von den damaligen Besitzern Bernd und Liesel Baro (siehe nebenstehende Infobox) gekauft hat. Von Hammel, der die Oberwohnung über dem benachbarten Ernsting’s Family in seinem Elternhaus bewohnt, hat für die Bauarbeiten schon das Gewächshaus auf dem Gelände seines Elternhauses abreißen lassen.

Aber auch der Bauherr der Nummer 47 hat bereits entsprechende Maßnahmen in die Wege geleitet. Der Platz, auf dem derzeit nur noch die Fassade steht, solle schnellmöglich wieder bebaut werden. Es sei allerdings der Brandschaden mit der Versicherung noch nicht reguliert worden, erklärte er am Freitag im Gespräch mit der NWZ. Es werde ein Haus mit einer Fassade nach historischen Vorlagen entstehen. Schließlich sei das abgebrannte Gebäude rund 250 Jahre alt gewesen.

Die Baugenehmigung liege – so der für Nummer 47 beauftragte Architekt – inzwischen vor, diejenige für Nummer 45 nach Angaben der Stadtverwaltung aber noch nicht. Hier so Pressesprecher Klaus Niemann hätten – genau wie bei Nummer 47 – neuere versicherungstechnische Voraussetzungen für die Verzögerungen gesorgt. Es müsse geklärt werden, ob der Neubau – nach den neueren Bestimmungen – in Form und Ausmaßen genauso wie der Altbau aussehen dürfe. So hätten einige Bauzeichnungen und Pläne schon wieder geändert werden müssen.

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Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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