Barßel Die plattdeutsche Sprache und die Sprache der Saterfriesen muss erhalten bleiben. Darin sind sich die Kolpingfamilie Barßel und der „De Spieker“, Heimatbund für niederdeutsche Kultur, einig. Auf Einladung der Kolpingfamilie hatte der Heimatbund seine Mitglieder zur Jahreshauptversammlung in das St. Ansgar-Pfarrheim nach Barßel eingeladen. Der erste Vorsitzende der Kolpingfamilie Barßel, Johannes Geesen, hieß alle Teilnehmer der Versammlung willkommen und stellte die Kolpingfamilie vor. Geesen hat den Vorsitz seit nunmehr 40 Jahre inne. Hierfür wurde er von Rita Kropp mit einer Urkunde des „De Spieker“ ausgezeichnet.

„Spiekerbaas“ Rita Kropp, erste Vorsitzende des Heimatbundes, gab einen Bericht über die vielfältigen Aufgaben des „De Spieker“ ab. Viele Stunden seien für dessen Arbeiten und die der angeschlossenen Heimat- und Ortsvereine, der Tanzgruppen und der plattdeutschen Theaterbühnen ehrenamtlich geleistet worden. Dafür bedankte sich Kropp.

Doch auch der „Spiekerbaas“ selbst wurde gedankt. Rita Kropp wurde für ihre großen Verdienste um den Erhalt der plattdeutschen Sprache und des Brauchtums mit der goldenen Ehrennadel des „De Spieker“ ausgezeichnet. Die Laudation hierfür hielt Detmar Dirks, ein langjähriger Weggefährte von Rita Kropp im Schuldienst aber auch bei der ehrenamtlichen Arbeit im „De Spieker“. Kropp vertritt auch den Niedersächsischen Heimatbund bei der Arbeit zum Erhalt des immateriellen Kulturguts.

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Im Anschluss an die Versammlung hielt Prof. Dr. Uwe Meiners, Präsident der Oldenburgischen Landschaft, einen Vortrag zum Thema „Heimat“. Unter dem Titel „Heimat hat Konjunktur – wie gehen wir damit um?“ erläuterte er, dass Heimat nicht als räumlich eingegrenztes Gebiet mit vorhandener Kultur zu verstehen sei. Heimat sei in erster Linie ein emotionaler Begriff, der offen gegenüber fremden Kulturen und Menschen sei und diese zulassen müsse. Der Begriff sei in der Vergangenheit leider politisch instrumentalisiert und missbraucht worden.

In der heutigen Zeit der Globalisierung und Digitalisierung müsse Heimat nicht auf den Ort der Geburt beschränkt bleiben. Heimat sei dort, wo der Mensch seinen dauerhaften Lebensmittelpunkt habe, wo er sich wohlfühle und verstanden werde und wo er auch seine mitgebrachte Kultur leben könne und dürfe.

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