Scharrel Aufgeregt sei er vor der Premiere überhaupt nicht gewesen. „Ich war davon selber ein wenig geschockt“, sagt Heinz Wassermann und lacht. „Viele essen mittags keinen Happen, wenn sie nachmittags spielen müssen. Heinzi aber schon“, ergänzt Michael Schade ein wenig süffisant. Er sowie Heinz oder „Heinzi“ Wassermann, wie er von allen in Scharrel genannt wird, und Heinrich Pörschke stehen derzeit zusammen als „Pantüffelhelden“ (Pantoffelhelden) auf der Bühne im Bonifatiushaus in Scharrel.

Während Schade und Pörschke schon „alte Hasen“ bei der Theatergruppe „de Spälkoppel“ Scharrel sind, tritt Heinz Wassermann zum ersten Mal als Schauspieler auf. In dem plattdeutschen Stück „Pantüffelhelden“ spielt er Fiete. Er, Wolle (Pörschke) und Berni (Schade) stehen darin wie berichtet bei ihren Frauen unter dem Pantoffel und versuchen, ihnen die Stirn zu bieten.

„Ich habe ihn gefragt, da wir jemanden für die Rolle brauchten. Vorher hat er nie Zeit gehabt, aber jetzt hat es geklappt“, erklärt Pörschke, wie Wassermann zur Gruppe kam. „Ich war zuvor 20 Jahre aktiv in der Dons- un Drachtenkoppel. Jetzt bin ich nur noch passives Mitglied“, ergänzt Wassermann.

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Termine

Das Stück „Pantüffelhelden“ wird noch aufgeführt am Freitag, 20. November (19.30 Uhr), Sonnabend, 21. November (19.30 Uhr), Sonntag, 22. November (15 Uhr), Freitag, 27. November (19.30 Uhr), Sonnabend, 28. November (19.30 Uhr). Der Vorhang zur plattdeutschen Komödien hebt sich im Bonifatiushaus. Karten gibt es im Vorverkauf im Raiffeisenmarkt Scharrel.

Und am Anfang habe ihm seine Rolle als Pantoffelheld so gar nicht gefallen, sagt der 47-Jährige. „Das kam erst mit der Zeit.“ Erst als er sich Kritik habe anhören müssen, sei er warm geworden. Nach der dritten Probe habe es dann gut geklappt. „Am Anfang war es schwer, den Text zu lernen. Ich habe mich da langsam reingefuchst“, sagt Wassermann. Dass er auch bei den Aufführungen singen muss, habe man ihm er im Nachhinein erzählt, als er die Rolle schon zugesagt hatte, schildert der 47-Jährige süffisant. „Beim Singen hatte ich schon ein wenig Bammel“, gibt er dann auch zu. Aber dies klappe mittlerweile ebenfalls. Und wenn mal etwas nicht so gut läuft, gibt es ja noch Souffleuse Maria Auts.

Mittlerweile hat der 47-Jährige bereits zwei Aufführungen hinter sich. Premiere war wie berichtet am 7. November mit der Seniorenvorstellung. „Mit so einem Andrang hatten wir nicht gerechnet“, sagt Wassermann. „Ein großer Dank geht an die Kolpinger“, meint Schade. Denn sie hätten noch zusätzlich Tische und Stühle geholt. Mit dabei war auch wieder Heini Auts, der die Besucher zu Beginn der Vorstellung mit seinem Akkordeon unterhielt. Einen Tag später, am Sonntag, 8. November, war de Spälkoppel dann zu Gast beim saterfriesischen Radio des Heimatvereins „Seelter Buund“ (Ems-Vechte-Welle).

Bei der Premiere habe es dann allerdings auch ein paar Texthänger gegeben, verraten die drei Pantoffelhelden. So sei es vorgekommen, dass einer zu lange gezögert habe, und ein anderen dann für diesen eingesprungen sei und den Text aufgesagt hätte, so Schade.

Ebenfalls neu in diesem Jahr ist aber auch, dass sich Pörschke und Heike Büter-Block die Spielleitung teilten. Zuvor hatte diese immer Boas Margret Göken inne. Dies sei nicht ganz so optimal, da beide auch noch auf der Bühne stehen. Alle anderen, so Pörschke, hätte aber geholfen. So sei es im Prinzip eine Gruppenarbeit gewesen. Geklappt habe trotzdem alles gut.

Und Wassermann? Der will auch in Zukunft bei der Theatergruppe bleiben.

Tanja Mikulski Friesoythe / Redaktion Münsterland
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