Lastrup Auf den Spuren ihrer deutschen Vorfahren in und um Lastrup wandelten nun Carolee Weber, ihr Mann Mark, ihr Bruder John Kinyon sowie deren Frau Christine. Die drei Brüder Wessel, Fritz und Anton Wolke aus Schnelten waren 1867 nach dem Tod ihrer Mutter über New York und Cincinnati nach Minnesota ausgewandert. Das hatte Carolee Weber aus Sioux Falls in South Dakota – in fünfter Generation verwandt mit den Ex-Schnelter – recherchiert.

Zur Begrüßung hatte Lastrups Heimatvereinsvorsitzende Lisa Rolfes ein paar Blümchen mitgebracht. Die Oldenburger Organisation „Routes to the roots“ und ihr Begründer Dr. Wolfgang Grams hatten Kontakt zu den Nachfahren der Lastruper Auswanderer hergestellt und für sie ein Besuchsprogramm zusammengestellt.

Bei ihrem Besuch erzählten die Nachfahren aus den Vereinigten Staaten von den Spuren, die die drei Brüder in Übersee hinterlassen hatten: Sogar der kleine Ort, in den es die drei Südoldenburger verschlagen hatte und der bei ihrer Ankunft noch keinen Namen hatte, wurde nach ihrer Heimatgemeinde Lastrup benannt. Die Farmer wollten ihn nach dem Postvorsteher Theodor Ortmann benennen. Der lehnte jedoch ab und schlug vor, den Ort in Minnesota nach der Herkunft seiner Frau Kathrin, die eine Tochter von Fritz Wolke war, zu „taufen“.

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Bekannter Kirchenbauer

Der bekannteste der drei Wolke-Brüder war jedoch Wessel Wolke, der sich als Zimmermann einen Namen machte. „Wessel Wolke war so gut im Kirchenbau, dass er an neun Kirchen in der Region mitgebaut hat“, erzählt Carolee Weber von den Spuren ihrer Vorfahren. Mit ihm, dem bekanntesten der drei Wolke-Brüder, sind die Webers und Kinyons nur indirekt verwandt. Carolee Webers Urururgroßvater ist der Bruder von Wessel Wolke, Fritz.

Verein unterstützt

Unterstützt wurden sie bei ihren Recherchen von Dr. Wolfgang Grams, der mit seiner Organisation „Routes to the roots“ Herkunftsorte von Auswanderern zu lokalisieren versucht. Zudem spürt er Dokumente oder relevante Informationen über die Auswanderung oder die Familiengeschichte auf.

Seine Hauptquellen sind Passagierabfahrtslisten und -ankunftslisten, Auswandererlisten, Gesuche um Ausstellung von Auswandererpässen und Kirchenbücher sowie Heimat- und Geschichtsvereine und Onlinequellen. „Überall, wo wir engagierte Heimatvereine haben, kommen wir bei unseren Bemühungen, Schicksale von Auswanderern oder deren Familien zu erforschen, schneller ans Ziel“, erzählt der Mitplaner des Auswandererzentrums Bremerhaven.

Zunächst besuchten die amerikanischen Gäste in Begleitung des Vorstandes des Lastruper Heimatvereins den Gottesdienst in der St. Petrus- Kirche. Danach ging es zum Friedhof und zu den Gräbern der Schnelter Nachkommen. Zu den noch lebenden Verwandten gehören die Familie Timme (Schnelten) und die Familien Haneklau (Molbergen), Abeln (Garrel) sowie Lindemann bei Holdorf.

Kultur in Cloppenburg

Zudem stand ein Besuch im Museumsdorf auf dem Programm. Am Abend nahmen die Gäste an einem traditionellen Maibaumsetzen bei Günter Buschenlange in Garrel teil. Am Maifeiertag stand eine Fahrt zur Familie Lindemann auf dem Programm.

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