Altenoythe Über 120 Besucher machten sich Freitagabend auf den Weg zur Altenoyther Dreifaltigkeitskirche, um darüber nachzudenken, was oder wie Kirche sein muss, damit sie zu einem Lieblingsplatz im eigenen Leben werden könnte. Das Besondere an diesem neuen Gottesdienst der Reihe „Laboratorium – Gottesdienst anders“ der katholischen Kirchengemeinde Friesoythe war, dass er drinnen und draußen stattgefunden hatte. Auf die Wetter-App vertrauend wurde der Kirchplatz hergerichtet. Das Vertrauen zahlte sich aus, denn es blieb trocken. Nur beim Abbau begann es zu regnen – die Besucher blieben jedoch verschont.

„Wenn Kirche mein Lieblingsplatz ist, dann wohnt da Gott.“ – Die Frage „Wo wohnt Gott in Friesoythe?“ hatten Gabi Tepe und Pfarrer Ulrich Bahlmann in der Woche vor dem Gottesdienst gestellt. Die als Videoclip eingespielten Antworten waren überaus vielfältig. Im Gottesdienst tauschten sich die Teilnehmer an den bereitgestellten Stehtischen lebhaft über diese Frage aus. „Überall, wo man ihn einlässt“, „in mir drin, ich hab ihn immer bei mir“, „in der Natur“, „in den kleinen Dingen, die den Alltag lebenswert machen“, „in guten Gesprächen und Begegnungen“, waren einige der Antworten.

Sabine Orth, die zu den zwei „Tischgesprächen“ einlud, bemerkte: „Deutlich wurde, dass Menschen Orte, Räume und Gelegenheiten aufsuchen, um von sich aus mit Gott in Kontakt zu kommen. Die Spanne der Antworten reicht von der Kirche über den Stadtpark bis hin zum Altenoyther Esch.“ Aber auch die Gegenrichtung kam in den Gesprächen an den Tischen in den Blick: Menschen erleben, dass Gott in ihr Leben tritt. „Biblisch ist das gut bezeugt. Das passiert zum Beispiel Zachäus, bei dem sich Jesus zum Essen einlädt, damit sich Zachäus neu ausrichten kann", so Pastoralreferent Martin Kröger.

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„Was soll ich Dir tun?“ – Auch zu dieser Frage, die Jesus dem blinden Bartimäus stellt, gab es eine Austauschrunde. Was möchte ich, dass Gott mir tut? Anja Runden: „Es hat mich total beeindruckt, wie sich die Gottesdienstbesucher auf die Gespräche an den Tischen und die Bewegung im Raum eingelassen haben.“ „Gute Gespräche sind Sternstunden.“ So bringt Annette Jahn die Eindrücke auf den Punkt. „Eine geschenkte Sternstunde konnten wir miteinander am Freitagabend in Altenoythe erleben.“ Musikalisch stimmungsvoll begleiteten Peter Havers an der Querflöte und Stefan Riedmann an der Gitarre die etwas andere Messe.

Draußen ging es stimmungsvoll weiter. Bei Getränken und Bratwurst konnte weiter diskutiert werden: Was oder wie muss Kirche sein, damit sie zu einem Lieblingsplatz im eigenen Leben werden kann? „Gute Musik, Ruhe, Geborgenheit, Anregungen zum Nachdenken“, waren einige der Stichworte, die genannt wurden. Wer in Ruhe über diese Frage nachdenken wollte, konnte für sich und andere Interessierte eine XXL-Postkarte mitnehmen. Damit verbunden war die Bitte, die ausgefüllte Karte an das Pfarrbüro in Friesoythe zu senden. Das Laboratorium-Team wird die Karten, wie auch die „Schreibtischdecken“ aus dem Gottesdienst auswerten.

Die Thüler Band „H.A.S.C.H“ bot vor der Kirche stimmungsvolle Livemusik. Die Besucher genossen den musikalischen Nachklang und entdeckten vielleicht einen neuen Lieblingsplatz.

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