Cloppenburg Eng wurde es bei der Eröffnung der Fotoausstellung „Gib der Flucht ein Gesicht“ am Donnerstagabend im Cloppenburger Rathaus. Zahlreiche Flüchtlinge, die an dem Fotoprojekt des Fotografen Long Nguyen und des Texters Jan Oskar Höffmann teilgenommen hatten, waren zur Eröffnungsveranstaltung gekommen. Und auch viele Cloppenburger zeigten sich beim Rundgang durch die Ausstellung von den 24 schwarz-weiß Porträts beeindruckt. Auf den Bildern erzählen Flüchtlinge ihre ganz persönliche Geschichte. Sie berichten über ihre Ängste und Hoffnungen und blicken dabei voller Optimismus in die Kamera.

„Ein dickes Lob“ sprach Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese Long Nguyen und Jan Oskar Höffmann für ihr soziales Engagement aus. Er dankte aber auch der Caritas und vor allem Bettina Kemlein von der Koordinierungsstelle für die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe für ihre Unterstützung. Die große Resonanz auf die Ausstellung zeige, dass das Thema Flüchtlingsintegration viele Menschen bewege. Wichtig sei es, dass sich die Menschen unterschiedlicher Kulturen kennenlernen würden, da nur so gegenseitige Bedenken ausgeräumt werden könnten, so Wiese.

„Wir wollen jenseits von Zahlen, Quoten, Organisations- und Finanzierungsproblemen, die zweifellos bestehen, innehalten und uns vergewissern: Wir sind Menschen, ausgestattet mit der gleichen Würde und dem gleichen Wert, mit Ängsten, mit Wünschen, Hoffnungen und Zielen“, betonte Heribert Mählmann, Vorstand des Caritas-Sozialwerks St. Elisabeth, und lobte die Ausstellungsmacher für ihr gelungenes Projekt.

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Jan Oskar Höffmann dankte vor allem den Flüchtlingen, die an dem Foto-Projekt teilgenommen hatten und bereit waren, ihre ganz persönlichen Erlebnisse und Erinnerungen mit einer breiten Öffentlichkeit zu teilen. „In einer Situation, in der vor allem in den sozialen Netzwerken spürbar wurde, dass die anfängliche positive Willkommens-Kultur ins Negative kippte, wollten wir etwas machen“, erklärte Höffmann die Beweggründe für das sehenswerte Projekt.

Long Nguyen dankte den Flüchtlingen für ihre mutige Entscheidung, an dem Projekt teilzunehmen, das ursprünglich als Aktion in den sozialen Medien gestartet war. „Wir hatten anfangs Sorge, dass sich die Aktion auch negativ auf die Flüchtlinge auswirken könnte. Aber die Resonanz in den sozialen Medien und auch in Cloppenburg ist sehr positiv“, freute sich der Fotograf.

Die Ausstellung ist noch bis Mittwoch, 1. Juni, im Rathaus zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen.

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