Cloppenburg Ferien, laue Sommerabende, draußen lange zusammensitzen: Der Platz vor dem städtischen Jugendzentrum Rote Schule ist zurzeit ein beliebter Treffpunkt für viele Jugendliche. „Wir haben nichts dagegen, wenn sie sich hier treffen. Im Gegenteil: Es ist doch schön, wenn auf diesem Platz vor dem städtischen Jugendtreff was los ist“, sagte Rote-Schule-Mitarbeiterin Daniela Weinert am Donnerstag bei einem Ortstermin.

Allerdings ist Weinert auch wütend auf einen Teil der jungen Leute. Seit Wochen sieht es an vielen Morgenden vor der Roten Schule aus wie auf einem Schlachtfeld: Massenweise zersplittertes Geld, Unmengen Schalen von Sonnenblumenkernen, Müll jeder Art. Und das, obwohl im Bereich des Marktplatzes drei zusätzliche Mülleimer aufgestellt wurden und direkt vor der Roten Schule deren zwei direkt neben den Sitzbänken stehen.

Der Tag – so Sozialpädagogin Weinert – fange für die Mitarbeiter der Roten Schule oft damit an, dass aufwendig aufgeräumt werden müsse. „Zurzeit haben wir auch noch die Ferienbetreuung hier. Viele Kinder, die mit dem Rad kommen, haben schon über platte Reifen geklagt.“

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Das Fass endgültig zum Überlaufen gebracht haben unbekannte Randalierer, die zwischen dem 21. Juli, 15 Uhr, und dem 22. Juli, 15 Uhr, die teuren Blumenkübel vor der Roten Schule mit diversen Fettstift-Graffitis beschmiert haben. Mit diesen Stiften konnte man sich beispielsweise zur jüngsten Fußball-Europameisterschaft die Landesfarben auf die Wange malen. Das Entfernen der Graffitis von den jeweils 5700 Euro teuren Cortenstahl-Kübeln sei – so Weinert – sehr schwierig. Durch das nötige Sandstrahlen habe das Material bereits bei einer ersten Säuberungsaktion im Frühjahr gelitten.

Außerdem wurden jetzt Latten aus den ebenfalls teuren Sitzbänken (4700 Euro pro Stück) herausgerissen bzw. angekokelt, so dass diese nicht mehr genutzt werden können. Es entstand insgesamt ein Schaden von 1700 Euro. Hinweise nehmen die Polizei (Telefon 0 44 71/ 1 86 00) und die Rote Schule (Telefon 0 44 71/ 70 98 89) entgegen.

Nach den ersten mutwilligen Beschädigungen hatte die Stadtverwaltung bereits im Februar dieses Jahres Strafanzeige gestellt. Genutzt hat das offenbar nicht viel.

Deshalb ist am Mittwoch der Basketball-Korb vor der Roten Schule abmontiert worden, der von vielen Jugendlichen genutzt wird. Dass diese „Strafe“ auch viele Unbeteiligte trifft, ist Weinert klar. Sollte der Platz in Zukunft sauber sein, werde der Korb wieder aufgehängt.

Die Polizei – so die Stadtverwaltung in einer am Donnerstag veröffentlichten Pressemitteilung – habe zugesagt, künftig häufiger Steife auf dem Marktplatz zu fahren. Das dürfte auch die Anwohner freuen, die von den – ebenfalls dort aktiven – nächtlichen „Rallye-Piloten“ um den Schlaf gebracht werden.

Der Blaulichtblog für den Nordwesten

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.