CLOPPENBURG Das „Heiligabend-Einläuten“ hat eine lange Tradition in der Innenstadt. Wirt Peter Blase befürchtet Einbußen für sich und andere.

von michael loots CLOPPENBURG - In Cloppenburg zeichnet sich ein Streit zwischen dem Gastronomen Peter Blase, der Stadtverwaltung und dem City-Management ab. Blase befürchtet für die Gaststätten in der Innenstadt inklusive seines „Briefkastens“ massive Umsatzeinbußen durch ein neues Konzept, dass eine Verlagerung des „Heiligabend-Einläutens“ vorsieht. Das Stadthallenmanagement zieht es im Schulterschluss mit den Gaststätten „Stechuhr“ und „Boogie Bar“ in die Münsterlandhalle.

Blase kritisiert diese Planung in einem Schreiben an den Bürgermeister, die Mitglieder des Stadtrates und die Wirtschaftsgemeinschaft. Es entstehe der Eindruck, so der „Briefkasten“-Wirt, als ob ein Verdrängungswettbewerb zu Gunsten der Münsterlandhalle initiiert werden solle, der kein neues Angebot schaffe, sondern ein funktionierendes Fest zerstöre.

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Das „Heiligabend-Einläuten“ hat in Cloppenburg eine über 30-jährige Tradition. Am Abend des 23. Dezember treffen sich Einheimische und „Buten-Cloppenburger“ in Lokalen der Innenstadt und später in der Stadthalle, um zu plaudern und zu feiern. Peter Blase nimmt den Ursprung des traditionellen Treffens für seinen „Briefkasten“ in Anspruch, von dessen Erfolg mittlerweile die Wirte der Innenstadt, die Schausteller des Weihnachtsmarktes und die Stadthalle profitierten.

Völlig unverständlich ist für Blase die Rolle des „CityManagers“ und Stadthallenchefs Günther Rump, dem auch die Vermarktung der Münsterlandhalle obliegt. Anstatt die weihnachtliche Innenstadt zu beleben, werde versucht, die Besucher an den Rand zu ziehen. Profitdenken werde über Innenstadt-Interessen gestellt, sagt Blase. Rückendeckung erhält er von Dr. Jürgen Vortmann, dem Chef der Wirtschaftsgemeinschaft. Der sieht in dem Konzept eine Schwächung der Innenstadt-Gastronomie, weil gegenseitige Synergieeffekte wegbrächen. Und das vor dem Hintergrund, dass man bemüht gewesen und weiterhin bemüht sei, in Cloppenburg eine Kneipenmeile zu etablieren. Dr. Vortmann kann sich zudem nicht vorstellen, dass die Veranstaltung in der Markthalle angenommen wird, weil auch das Pendeln von Kneipe zu Kneipe oder in die Stadthalle den Reiz des „Heiligabend-Einläutens“ ausmache.

Im Rathaus herrschte gestern Schweigen. Dort sei von einem Schreiben Blases nichts bekannt, hieß es. Allerdings scheint das Konzept zu stehen. Heute soll es der Presse präsentiert werden.

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