CLOPPENBURG Mehr Handwerker in die Politik – dieser Forderung hat sich nun auch der regionale Arbeitskreis Cloppenburg der Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH) angeschlossen. Auf Grundlage einer jetzt veröffentlichten Umfrage des UFH-Landesverbandes hat sich der Arbeitskreis zum Ziel gesetzt, mehr Begeisterung für Politik und politische Ämter in den Reihen des Handwerks, speziell der Unternehmerfrauen zu wecken.

„Zunehmende Politikverdrossenheit und Wahlmüdigkeit wird zu einer Herausforderung nicht nur für die Parteien“, betont die Vorsitzende des UFH-Arbeitskreises, Gudrun Spottke (Löningen). Knapp die Hälfte aller befragten Mitglieder sei grundsätzlich bereit, selbst ein politisches Amt auszuüben.

Wie aber finden selbständige und mitarbeitende Unternehmerfrauen im Handwerk den Weg in die Politik? Diese Frage ist auch von Abgeordneten des Landtags nicht einfach zu beantworten. Vorstandsmitglied Spottke berichtete von einer Podiumsdiskussion des UFH-Landesverbandes in Hannover unter dem Motto „Wir rücken der Politik auf den Pelz“, bei der die Umfrageergebnisse öffentlich vorgestellt wurden. Dabei äußerten sich die Landtagsabgeordneten Ulf Thiele (CDU), Ursula Helmhold (Grüne), Renate Geuter (SPD) und Gesine Meißner (FDP) auch zur Ankurbelung der Binnenkonjunktur, zu hohen Belastungen durch Bürokratie, Steuern und Abgaben sowie mangelnder Ausbildungsreife bei Lehrstellenbewerbern.

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Unisono begrüßten die Politiker die Bereitschaft für größeres politisches Engagement. Man müsse den Wechsel von der passiven zur aktiven Rolle bewusst vollziehen, indem man „sich einmischt und mithilft, dass sich gute Ideen durchsetzen“, riet Helmhold.

„Wenn’s klappt, ist man stolz und will weitermachen“, beschrieb Geuter ihre Erfahrung. Auch Thiele erzählte vom „guten Gefühl", wenn man „mit anderen Menschen ein Stück weit die Welt verändert hat“. Meißner unterstrich: „Demokratie ist nicht zum Zuschauen gedacht.“

Gemeinsam forderten die Parlamentarier und die Unternehmerfrauen mehr Bürgerfreundlichkeit im politischen Geschäft, indem zum Beispiel die Sitzungen der Parlamente besonders im kommunalen Bereich auf Tageszeiten terminiert würden, in denen nicht nur Angestellte und Öffentlicher Dienst, sondern auch Unternehmerinnen und diejenigen, die ihre Familien zu versorgen haben, Zeit hätten.

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