Cloppenburg Na, Mensch, das war doch mal beste Werbung für unsere schöne Kreisstadt, nachdem in den vergangenen Wochen wieder zahlreiche Negativmeldungen über Schlachthöfe und mangelhafte Werkvertragsarbeiter-Unterkünfte Cloppenburg überregional doch arg schlecht hatten dastehen lassen. „Sie ist das goldene Lächeln der Stadt Cloppenburg“, so begrüßte Moderatorin Barbara Schöneberger am Freitagabend bei der NDR-Talkshow im „Dritten Programm“ das in Cloppenburg aufgewachsene Topmodel Lena Gercke. Die heute bald 31-Jährige sei vor 13 Jahren aus dem schönen Niedersachsen ausgezogen, um die Welt zu erobern, schwelgte Schöneberger in Erinnerungen an Gerckes Sieg bei der ersten Staffel von „Germany’s next Topmodel“ im Jahre 2006.

„Ich war auch echt ein unscheinbares Mädel vom Land“, erinnert sich Lena an den völlig überraschenden Sieg bei der damals neuen Castingshow von Heidi Klum. „Das bist Du immer noch“, ruft Schöneberger dazwischen. Ein zweifelhaftes Kompliment ... hat die an diesem Abend ganz in elegantem Schwarz gekleidete Gercke doch inzwischen nicht nur zahlreiche Catwalks dieser Welt gesehen, sondern auch Dutzende TV-Shows vor einem Millionen-Publikum moderiert. „Ich hab mich wohl irgendwie da durchgemogelt“, zeigt sich Lena in ihrer Reaktion schlagfertig.

Trotz der zahlreichen Versuchungen, denen eine Berühmtheit ausgesetzt ist, sei aus Lena – so Schöneberger – „ein grundsolides Mädchen geworden“. Dies liege vor allem auch an dem „grundsoliden Umfeld“, in dem Gercke großgeworden sei.

Als wenn es dafür noch eines Beweises bedurft hätte, gibt es anschließend einen kleinen Video-Einspieler aus einem wahren Hort der Solidität, der katholischen Liebfrauenschule (ULF) Cloppenburg, wo Lena 2007 ihr Abi mit einer zwei vor dem Komma baute. In einer kurzen Grußbotschaft im Kreise von noch nicht ganz so großen Schülern lobt ihr damaliger Geschichts-Leistungskurslehrer Jürgen Stelling die schon früh ausgeprägte Professionalität Gerckes. Diese habe es geschafft, gut in der Schule zu sein und gleichzeitig ihre Karriere als Topmodel voranzubringen.

Artig bedankt sich Lena für die wohlwollenden Worte und spielt den Ball zurück: Die Lehrer hätten sie immer unterstützt, wenn sie im Unterricht wegen eines Model-Jobs gefehlt habe. „Meine Schule war damals sehr unterstützend.“ Allerdings habe es auch ein, zwei Lehrer gegeben, die ihr keine Extrawurst hätten braten wollen.

Die wie immer munter drauflos plappernde Schöneberger wundert sich derweil über die artigen Jungen im ULF-Video. „So was von toll ... die sehen ja alle aus wie gecastet. Ich fahre auch mal nach Cloppenburg.“

„Vor allen Dingen waren das nur Jungs“, überlegt Lena. Dabei war sie doch auf einer Schule, die früher mal ein Mädcheninternat war, wundert sie sich.

Lena betont einmal mehr, dass sie nach wie vor sehr heimatverbunden mit Cloppenburg sei. „Meine Familie lebt da ja, und die besuche ich oft.“ Nachdem ihre Mutter oder eine Freundin sie vom Flughafen abgeholt hätten, sei sie gleich wieder mittendrin.

Und sie habe noch einen Freundeskreis aus Schulzeiten. Diese Treffen seien super, so Lena. „Und man ist gleich wieder die, die man früher in der Schule war“, wirft Schöneberger ein. Sie sei immer noch die Babsi mit der Brille. Und Lena ist – so sagt es das Abibuch – immer noch diejenige, die heute nicht mehr weiß, was sie gestern gemacht hat.

Co-Moderator Hubertus Meyer-Burckhardt befragt Gercke anschließend nach ihrer neuen Erfinder-Show „Das Ding des Jahres“ auf Pro 7. Locker wird über Schnarchmasken und Gummi-Backformen geplaudert.

So verrinnt die Zeit...und es bleibt kein Raum mehr, Single Lena nach ihrem Privatleben zu fragen. Das findet sie alles andere als bedauerlich, ihr reicht wohl offenbar noch die Bild-Schlagzeile „Diese Party verließen sie gemeinsam“ von Anfang des Monats. Gegen 0.20 Uhr soll sie mit ihrem Tischnachbarn beim „Ball des Sports“ in Wiesbaden, Deutschlands bestem Tennisspieler Alexander Zverev (21), gemeinsam in ein Auto des Fahr-Services gestiegen sein... dabei ist sie mit dem Weltranglisten-Dritten lediglich gut befreundet. Schöneberger mit einem Grinsen: „Wir haben keinerlei Zeit mehr, über Dein persönliches Privatleben zu sprechen. Dann kommste eben noch mal.“

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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