Cloppenburg Die Stadtratsgruppe „Sozialliberales Cloppenburg“ (SLC) hatte nach erneuten Problemen im Soestebad im April 2019 eine Akteneinsicht bei der Verwaltung eingefordert und musste nach einer Auswertung feststellen, dass diese kein Licht ins Dunkel bringen konnte. Das hat die Fraktion in einer am Dienstag veröffentlichten Presseerklärung mitgeteilt.

Wie berichtet, hatte in der Nacht vom 23. auf den 24. August 2018 rund eine Million Liter Wasser den Technikkeller komplett unter Wasser gesetzt. Dies geschah seinerzeit über einen defekten Überwurf an einer Zuleitung, der Schaden betrug rund 700 000 Euro. Kurz vor dem Abschluss der Reparaturarbeiten hatten am 28. März 2019 gleich drei Sicherungssysteme versagt und dafür gesorgt, dass nach dem ersten Fall im August 2018 erneut eine nicht unerhebliche Menge Wasser unbemerkt in den Technikkeller des Bads laufen konnte. Diesmal habe das Wasser lediglich in der tieferliegenden Ebene bei den Filteranlagen bis zur Treppe gestanden, hieß es. Der Sachschaden in diesem Fall wurde auf circa 75 000 Euro geschätzt. In beiden Fällen – so Badleiter Kai Sudowe Ende April – werde die Versicherung den Schaden regulieren.

Insgesamt wurden der SLC-Gruppe nach eigenen Angaben einige, wenige Aktenordner vorgelegt, die neben Eigenvermerken auch Unternehmensrechnungen und Kurslisten beinhalteten, jedoch keine aufschlussreichen Dokumente der beteiligten Versicherungen: „Es gibt faktisch keine Unterlagen, die aufzeigen, was genau passiert ist und wie die Versicherungen dieses bewertet“, meint SLC-Mitglied Rolf Bornemann. Für ihn sei es unverständlich, dass scheinbar gar kein Schriftwechsel stattgefunden habe, der entsprechende Schadensregulierungen durch die Versicherungen stichhaltig begründe. Auch Gutachten von Sachverständigen sind nicht in den Unterlagen zu finden gewesen.

„Wir müssen uns hier auf die Aussagen der Verwaltung verlassen, dass sämtliche Absprachen mündlich erfolgt sind und die Versicherungen für alle Schäden aufgekommen ist“, erklärt Fraktionschef Christian Albers.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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