Friesoythe /Jeddeloh /Ritterhude Aufregung am Freitagabend in Edewechterdamm: Vor der Ampel auf der B 401 in Fahrtrichtung Oldenburg müssen zwei Fahrzeuge verkehrsbedingt halten. Plötzlich springen Kräfte der Spezialeinheit der Zentralen Kriminalinspektion Oldenburg aus Fahrzeugen und greifen zu.

Wenig später sind nur noch Glassplitter auf der Fahrbahn in Fahrtrichtung Oldenburg zu sehen. „Es musste kein Unfall provoziert werden“, versichert Wolfgang Belz, Pressesprecher der Zentrale Kriminalinspektion Oldenburg, im Gespräch mit der NWZ. Grund der Glassplitter ist, dass die Seitenscheiben eines Fahrzeugs einschlagen werden mussten, der Pkw hat sich im Stand verriegelt. Passanten sprechen von massivem Polizeiaufgebot. „Mit nur einem Fahrzeug ist so ein Einsatz nicht hinzubekommen“, kommentiert Wolfgang Belz, ohne mehr über die Taktik der Einheit verraten zu wollen.

Der von der Staatsanwaltschaft Verden beauftragte Zugriff, über den die Polizei erst nach einer entsprechenden NWZ -Anfrage am Dienstag offiziell informierte, setzt den überaus erfolgreichen Schlusspunkt auf mehrmonatige Ermittlungen durch die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift in Oldenburg. Diese Ermittlungsgruppe besteht je zur Hälfte aus Zollfahndern und aus Kriminalbeamten und greift ein, sobald Drogen eingeschmuggelt werden sollen. So wie in diesem Fall: In einem Wagen sitzt ein mutmaßlicher Drogenempfänger aus Bremen, in dem anderen der Händler aus dem niederländischen Emmen. Warum der Niederländer mit nach Deutschland gekommen ist, sei nicht klar, sagt Wolfgang Belz. Das sei ungewöhnlich. Die Ermittler hatten die Schmuggler lange Zeit im Visier. Sie stehen im Verdacht, alleine in den vergangenen Monaten 13 Schmuggelfahrten durchgeführt zu haben. Dabei seien bislang jeweils nur die beiden Drogenempfänger wieder nach Deutschland zurückgefahren.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Bei dieser Fahrt haben die Schmuggler mindestens 12,5 Kilogramm Marihuana an Bord. Einen dritten Beschuldigten können die Beamten nur kurze Zeit später auf der B 401 in Jeddeloh II (Landkreis Ammerland) ebenfalls stoppen und festnehmen. Die Täter waren in einigem Abstand in Kolonne über die Bundesstraße gefahren. Alle Männer sind zwischen 29 und 38 Jahre alt. Wo die Drogenübergabe stattgefunden hat, sei nicht klar, sagte Belz. Nicht jedoch auf der B 401.

In Ritterhude (Landkreis Osterholz) greifen Ermittler kurze Zeit später ebenfalls zu. Dort wird eine 35-jährige Mittäterin gestellt und in Obhut genommen. Sie wird allerdings im Anschluss wieder auf freien Fuß gesetzt. Die drei Männer werden dem Haftrichter vorgeführt und befinden sich nach Polizeiangaben in Untersuchungshaft.

Bei anschließenden umfangreichen Durchsuchungsmaßnahmen werden weitere Beweismittel sichergestellt. Der Straßenverkaufswert des Marihuanas dürfte bei rund 100 000 Euro liegen, schätzt die Polizei.

Die Ermittlungen dauern an.

Der Blaulichtblog für den Nordwesten

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.