Justiz
Pflegedienstmitarbeiterin in dunklen Raum gesperrt?

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Saterland /Cloppenburg Wegen Freiheitsberaubung beziehungsweise Beihilfe zu der Tat müssen sich seit Dienstag zwei 51 und 59 Jahre alte Brüder aus dem Saterland vor dem Cloppenburger Amtsgericht verantworten. Dem jüngeren Angeklagten wird vorgeworfen, im April vorigen Jahres eine Mitarbeiterin eines Pflegedienstes für eine halbe Stunde in einen dunklen fensterlosen Raum eingesperrt zu haben. Der ältere Angeklagte soll lachend danebengestanden und nicht eingegriffen haben.

Laut Anklage hatte der dunkle Raum die Mitarbeiterin des Pflegedienstes in Todesangst versetzt. Sie pflegte die Mutter der beiden Angeklagten und musste dann laut Anklage so etwas Brutales erleben. Die beiden Angeklagten indes bestreiten die Vorwürfe. Sie hätte keinen eingesperrt, im Gegenteil, ließ der 51-Jährige über seinen Anwalt erklären. Die Angeklagten wollen sich vor dem Haus noch längere Zeit mit der Mitarbeiterin unterhalten haben, nachdem diese mit der Pflege der Mutter fertig gewesen sei.

Die Angaben der Angeklagten stehen komplett konträr zur Anklage. Die Frage stand im Raum, ob eine Mitarbeiterin eines Pflegedienstes nichts Besseres zu tun hat, als angeblich Leute falsch zu belasten. Die Angeklagten haben eine mögliche Erklärung. Sie hätten Hundewelpen gehabt, wovon die Mitarbeiterin zwei habe kaufen wollen. Das Geld dafür habe die Frau aber nicht bezahlen wollen, so die Angeklagten. Und dann die angebliche Falschanschuldigung?

In der kommenden Woche wird das Verfahren mit der Vernehmung der Frau fortgesetzt. Ihre Aussage wird mit Spannung erwartet. Für das Verfahren am Dienstag galten besondere Sicherheitsvorkehrungen. Zuhörer mussten sich einer Leibesvisitation unterziehen. Mehrere Polizeibeamte sicherten den Sitzungssaal.

Was Hintergrund dieser Maßnahme ist, ist noch nicht bekannt. Die beiden angeklagten Saterländer selbst haben auch noch Zeugen benannt, die vernommen werden sollen.

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