FRIESOYTHE FRIESOYTHE - Malte Stieg hat das rasende Auto bereits aus einem Kilometer Entfernung fest im Visier. Der Polizeikommissar z.A. von der Oldenburger Bereitschaftspolizei hat auf dem Parkplatz „Schillburg“ an der Bundesstraße 72 in Friesoythe Stellung bezogen. Mit seinem Lasergerät misst er die gefahrenen Geschwindigkeiten der Verkehrsteilnehmer. In diesem Fall zeigt das Gerät 155 Kilometer pro Stunde an. „Das ist am heutigen Tag der bislang höchste gemessene Wert,“ stellt Friesoythes Polizeichef Heinz Niemann fest.

Malte Stieg ist am gestrigen Mittwoch einer von insgesamt 24 Polizeibeamten, die rund um Friesoythe im Einsatz sind. Ihre einzige Aufgabe an diesem Tag: Geschwindigkeitsüberwachung. Heinz Niemann nennt den Grund: „Die zunehmende Zahl schwerer Verkehrsunfälle in den ersten beiden Monaten des Jahres ist für uns der Anlass zu umfassenden Kontrollen.“ Schließlich sei bei gut 20 Prozent aller Verkehrsunfälle nicht angepasste Geschwindigkeit die Unfallursache.

Niemann wartet mit aktuellen Zahlen auf: Während im Januar und Februar 2006 im gesamten Nordkreis 118 Unfälle mit insgesamt einer schwer verletzten Person registriert wurden, schnellte die Bilanz in diesem Jahr hoch. So zählte die Polizei im Vergleichszeitraum 123 Unfälle mit vier Toten und zwölf schwer verletzten Menschen.

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Diese erschreckenden Zahlen haben die Polizei nun zum Handeln gezwungen. Über sechs Monate wollen die Beamten im Nordkreis verstärkt Geschwindigkeitskontrollen vornehmen. Niemann: „Dafür verfügen wir über zusätzliches Personal der Polizei aus Cloppenburg und Vechta sowie von der Oldenburger Bereitschaftspolizei.“ So hatten die Beamten gestern drei Radarwagen, drei mobile Lasermessgeräte und einen Video-Überwachungswagen eingesetzt. Außerdem hat der Landkreis Cloppenburg seine Messtrupps geschickt.

Niemann: „Wir wollen den Leuten nicht das Geld aus der Tasche ziehen, sondern streben eine Änderung ihres Fahrverhaltens ein.“ Die Kontrollen werden deshalb in den nächsten Monaten fortgesetzt. Nach Angaben von Heinz Niemann finden sie auch an Wochenenden und in den Nächten statt. Die nächste große Geschwindigkeitsüberwachung haben die Beamten für den kommenden Sonnabend vorgesehen.

Übrigens: Der auf der B 72 mit Tempo 150 erwischte Raser muss mit einem einmonatigen Fahrverbot, 150 Euro Geldbuße und vier Punkten in der Flensburger Verkehrssünderkartei rechnen.

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Heinz-Josef Laing Friesoythe / Redaktion Münsterland
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