Oldenburg /Cloppenburg Im Prozess vor dem Oldenburger Landgericht um den fingierten Raubüberfall auf eine Spielothek in Cloppenburg ist der 39-jährige Haupttäter aus Cloppenburg zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Zwei mitangeklagte Männer aus Friesoythe und Großenkneten dagegen kamen mit zwei Jahren Haft auf Bewährung davon.

Gegen die beiden 32 und 43 Jahre alten Schwestern des Haupttäters verhängte die 1. Große Strafkammer des Landgerichts Oldenburg unter Vorsitz von Richter Horst Kießler Bewährungsstrafen von 20 Monaten beziehungsweise sechs Monaten Haft auf Bewährung.

Wie berichtet, steckte die 32-jährige Schwester des Haupttäters mit den Räubern unter einer Decke. Sie war Mitarbeiterin der Spielothek und hatte den maskierten „Räubern“ Tür und Tresor geöffnet. Um die Sache echt aussehen zu lassen, waren die Schwester und eine zufällig anwesende Reinigungskraft mit Kabelbindern gefesselt und geknebelt worden. Der Überfall sah so echt aus, dass es selbst die eingeweihte Schwester des Haupttäters mit der Angst bekommen hatte.

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Vor allen aber war der Überfall für die nichtsahnende Reinigungskraft ein traumatisches Erlebnis. Sie erhält nun von den beiden mitangeklagten Männern, die zu je zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden sind, je 1000 Euro Schmerzensgeld.

Die zweite Schwester des Haupttäters hatte den „Räubern“ nach der Tat ihre Wohnungstür geöffnet, damit die „Täter“ ihre Kleidung wechseln konnten. Sie hatte auch ihrem Lebensgefährten von dem Überfall berichtet. Der Mann ist Polizist von Beruf und hatte sie zur Anzeige gezwungen.

Ideengeber für den Überfall und bestimmende Person sei der 39-jährige Hauptangeklagte gewesen, sagte am Montag Richter Kießler. Der 39-Jährige ist hartdrogenabhängig und benötigte Geld für Rauschgift.

Er hatte alle mitgezogen, strich dann den größten Teil der Beute (rund 15 000 Euro) aber selbst ein. Aufgrund seiner Drogenabhängigkeit wurde ihm eine verminderte Schuldfähigkeit zugebilligt. Ansonsten wäre die Strafe noch viel höher ausgefallen.

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