Neuvrees /Grámestie /Dimacheni Die Bilder sitzen tief: „Ich finde keine Worte – eine Katastrophe“, sagt Friedel Reiners. Der Neuvreeser hatte in enger Zusammenarbeit mit „Helping Hands“ Lathen einen Hilfstransport in den Norden Rumäniens organisiert, um den Menschen dort Lebensmittel und Geschenke zu überreichen. Denn dort herrscht „Armut pur“.

„Ich hatte es mir nicht so schlimm vorgestellt, aber die Leute haben einfach nichts“, schildert Reiners die Eindrücke seines Hilfstransports im Telefongespräch mit der NWZ am Mittwoch auf der Heimreise. Begleitet und unterstützt wurde er von Helmut Schmitz, der ein ähnliches Fazit zieht: „Was wir gesehen haben, ist brutale Realität.“ Es fehle einfach an allem.

Auf der Hinreise waren sie 32 Stunden unterwegs. Erstes Ziel war die Gemeinde Grámestie. Hier wohnt ein bis zum Hals gelähmter 32-Jähriger. Nachdem ein Feuer das Haus niedergebrannt hatte, stehen der 32-jährige Rumäne und die Familie vor dem Nichts. Er bekam unter anderem ein neues Pflegebett, einen neuen Rollstuhl und einen Lift. Außerdem besuchten die Helfer auch eine Schule und übergaben Pakete mit Pflegeutensilien und Süßigkeiten an die Einwohner – insgesamt rund 760.

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Dimacheni, ein Ort an der Grenze zur Ukraine, war die zweite Station. „Hier war es noch schlimmer“, erzählt Friedel Reiners. Baracken und Notunterkünfte geben bis zu sieben Menschen notdürftig Unterkunft. Die hygienischen Zustände: miserabel. „Auch im Winter wird das Wasser aus dem Brunnen geholt.“ Besonders die Toilette an einer Schule – nur aus einem Loch im Boden bestehend – bekommt Reiners nicht aus dem Kopf: „Das war nicht menschenwürdig.“

Die benötigte Spendensumme von 13 939 Euro waren durch den „Hüttenzauber“ der Familie Reiners und die Paketaktion zusammengekommen. Ein Fahrzeug mit Anhänger wurde von einem Baumarkt zur Verfügung gestellt.

„Es war sehr emotional mit anzusehen, wie Erwachsene vor einem anfangen zu weinen, weil ihnen ein paar Pakete Nudeln und Reis übergeben werden“, sagt Reiners. Für sie sei Weihnachten gewesen – „und wir durften die Geschenke übergeben“. „Wenn man sowas gesehen hat, weiß man erst, in welchem Überfluss wir leben.“ Deswegen: „Danke an alle Spender. Wir hoffen, dass es nächstes Jahr noch mehr Pakete werden.“

Denn noch nicht einmal wieder Zuhause, denkt Friedel Reiners an einen erneuten Transport nach Rumänien.

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Niklas Grönitz Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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