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Löningen /Cloppenburg /Oldenburg Rechtskräftig geworden sind die Urteile des Cloppenburger Amtsgerichts und des Oldenburger Landgerichts gegen den iranischen Flüchtling aus Löningen, der seinen kleinen Kindern schwere Brandverletzungen an Füßen und Rücken zugefügt hatte. Das bestätigte am Mittwoch das Landgericht. Wie berichtet, war der 30-jährige Familienvater wegen schwerster Kindesmisshandlung zu 14 Monaten Gefängnis verurteilt worden.

Bei den Kindern handelt es sich um den fünfjährigen Sohn des Angeklagten und die erst vier Monate alte Tochter. Die Ehefrau des Angeklagten hatte erklärt, ihr Mann habe bereits im Iran dem kleinen Sohn Brandverletzungen zugefügt. Die Kinder hätten dadurch Respekt lernen sollen. Nach ihrer Flucht setzten sich die Misshandlungen dann in Löningen fort. Der Fünfjährige hatte einer Behördenmitarbeiterin gegenüber erklärt, Papa würde ihn verbrennen.

Sofort schaltete sich das Jugendamt ein. Beide Kinder wurden untersucht und das Unfassbare wurde festgestellt. Die Kinder hatten Brandverletzungen unter den Fußsohlen. Auf dem Rücken des Sohnes hatte eine brennende Zigarette Brandspuren hinterlassen.

Die Frau des Angeklagten und die beiden Kinder wurden sofort in Sicherheit gebracht. Bis zu seinem ersten Prozess vor dem Cloppenburger Amtsgericht hatte sich der 30-Jährige noch auf freiem Fuß befunden.

Während der Sitzung war er aber verhaftet worden. Er hatte seiner Ehefrau nachgestellt. Im Verfahren bestritt der Angeklagte die Vorwürfe. Das Gericht war von seiner Schuld aber überzeugt gewesen.

Es bescheinigte dem Angeklagten eine „perverse Freude“ an den Quälereien. Das Urteil des Cloppenburger Amtsgerichts hatte das Oldenburger Landgericht als Berufungsinstanz dann bestätigt. Dagegen war Revision eingelegt worden. Dieses Rechtsmittel wurde jetzt aber wieder zurückgezogen. Aussicht auf Erfolg hätte es sowieso nicht gehabt.