Hemmelte /Dinklage Im Zuge zweier Festnahmen im Kampf gegen den internationalen Drogenschmuggel und -handel ist es am Freitagabend im Clubhaus der „Bandidos“ in Hemmelte zu einer Razzia gekommen. Außerdem ist ein kleines Anwesen bei Dinklage durchsucht worden. Bei den Festgenommenen soll es sich um „Bandidos“-Mitglieder handeln, wie Szene-Kreise berichteten. Der Jüngere, ein 46-Jähriger, ist demnach der „Presi“ der Hemmelter Gruppe, der 65-Jährige ein „einfaches“ Mitglied.

Einsatzkräfte der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift des Zollfahndungsamts Hannover und der Polizeidirektion Osnabrück haben am Abend des 2. Novembers einem ungewöhnlichen Rauschgiftschmuggel aus Spanien ein Ende gesetzt und zwei Tatverdächtige festgenommen. Die Ermittler griffen zu, als die beiden 65- und 46-jährigen Männer von ihrer Reise mit einem Pferdetransporter zurückgekehrt waren und den Lkw in einer Fahrzeughalle bei Dinklage abstellen wollten. In ihrem Fahrzeug befanden sich jedoch keine Pferde, sondern 100 Kilogramm Marihuana, versteckt in dem dafür besonders umgebauten Boden des Laderaums, wie die Behörden mitteilten.

Anschließend wurden auf gerichtliche Anordnung drei Wohnungen, eine Fahrzeughalle und das Clubhaus eines Motorradclubs durchsucht, wie es offiziell weiter heißt. Dabei wurden in der Fahrzeughalle weitere 30 Kilogramm Haschisch sowie ein Kilogramm Amphetamine und in der Wohnung eines der Beschuldigten 54 000 Euro vorgefunden und sichergestellt.

Zudem stellten die Fahnder drei hochwertige Motorräder, einen Geländewagen, einen Kleintransporter, ein Quad und zwei Pferdetransport-Lkw sicher. Die Ermittler sind sich sicher, dass diese Fahrzeuge mit Gewinnen aus dem Betäubungsmittelhandel angeschafft worden sind.

Thomas Schüre, Pressesprecher des Zollfahndungsamtes Hannover, sagt dazu: „Wir waren den Beschuldigten bereits seit dem Sommer 2018 auf der Spur. Nach den bisherigen Erkenntnissen haben die beiden Männer mindestens drei gemeinsame Fahrten mit Pferdetransportern zur Rauschgiftbeschaffung nach Spanien unternommen. Sie hatten offensichtlich einen festen Stamm von Abnehmern, deren Bestellungen vor Reiseantritt gesammelt wurden. Nach Rückkehr war somit ein zügiger Verkauf möglich. Die jetzt sichergestellte Rauschgiftmenge hätte einen Erlös von mehreren Hunderttausend Euro einbringen können.“

Die beiden deutschen „Pferdetransporteure“ stehen im Verdacht, Rauschgift gewerbsmäßig zum Handel in die Bundesrepublik eingeschmuggelt zu haben. Das Betäubungsmittelgesetz sieht dafür empfindliche Haftstrafen vor. Die Tatverdächtigen befinden sich in Untersuchungshaft.

Peter Linkert Redaktionsleitung Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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