Molbergen Wenn der Notruf eingeht, geht es blitzschnell. Im Schnitt brauchen die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Molbergen drei bis fünf Minuten, um von ihren Arbeitsplätzen in die Wehr zu eilen, sich umzuziehen, ins Löschfahrzeug zu steigen und loszufahren. Auf einem Bildschirm an der Wand erscheinen in dieser Zeit bereits alle wichtigen Fakten zum Einsatz – samt Umgebungskarte. Jeder der 44 Kameraden hat dabei seinen eigenen offenen Feuerwehrspind, der mit Namen versehen ist, um schnell an seine Ausrüstung zu gelangen.

30 Einsätze 2016

Tagsüber stehen zehn bis 15 Männer zur Verfügung. „Für die Ortsgröße ist das ein guter Durchschnitt“, sagt Ortsbrandmeister Werner Burrichter. Viele würden auswärts arbeiten oder im Schichtdienst, so dass selten alle gleichzeitig in Bereitschaft seien könnten. „Die Einsätze, die wir fahren, lassen sich mit der Mannschaftsstärke aber sehr gut bewältigen“, fügt Christian Ludmann, stellvertretender Ortsbrandmeister und demnächst neuer Gemeindebrandmeister, hinzu. Zu 30 Einsätzen musste die Feuerwehr Molbergen in diesem Jahr bisher ausrücken. Darunter waren 14 Kleinbrände, ein Mittel- und ein Großbrand sowie fünf Verkehrsunfälle. Das sei ein ruhiges Jahr gewesen, sind sich die Kameraden einig.

Jugend gut besetzt

Und wie sieht es mit der Jugend aus? „Da sieht es ganz gut aus“, erklärt Jugendfeuerwehrwart Michael Schweers. Derzeit sind 22 Jungen im Alter von zehn bis 17 Jahren dabei. „In Molbergen hatten wir nie ein Problem mit zu wenig Nachwuchs“, gibt Schweers an. Werbung für die Jugendfeuerwehr müsse man nicht machen. „Das haben wir bei der Gründung 2001 gemacht, aber seitdem nicht mehr“, erklärt Andre Schnabel, stellvertretender Jugendfeuerwehrwart. „Über Freunde kommen die meisten zu uns.“ 80 Prozent seien auch nach ihrer Zeit bei der Jugendfeuerwehr weiterhin bei der aktiven Wehr vertreten, so Schweers und Schnabel. Allein im kommenden Jahr wechseln drei von ihnen in die aktive Wehr. Demgegenüber stehen zwei Kameraden, die in die Altersgruppe (ab 63 Jahren) gehen.

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Die Feuerwehren im Landkreis sind ohnehin im Nachwuchsbereich gut besetzt. 15 von 21 Wehren verfügen über eine Jugendfeuerwehr. Neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung stehen auch Zeltlager, Sport sowie Wettkämpfe auf dem Programm. Die Molberger Jugendfeuerwehr ist in diesem Jahr sogar Kreismeister geworden. Beim Bundeswettbewerb belegte sie den dritten Platz, und beim Bezirksentscheid erreichte der Nachwuchs den 17. Rang unter 34 Teilnehmern. Außerdem wurde ihnen im vergangenen Jahr die Leistungsspange – die höchste Auszeichnung in der Jugend – verliehen.

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Niklas Benter Redakteur / Sportredaktion
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