Friesoythe 176 PS, Allradantrieb, vier komplette Taucherausrüstungen, Schutzhelme, Funkgeräte oder Beatmungsbeutel – das sind nur einige technische Daten und Ausrüstungsgegenstände, die in dem nagelneuen Einsatzfahrzeug der DLRG-Ortsgruppe Friesoythe stecken, das am Donnerstagabend offiziell in Dienst gestellt wurde.

„Lange haben wir auf diesen Moment gewartet – schon 2009 hatten wir den ersten Antrag auf ein neues Fahrzeug gestellt. Unser altes Fahrzeug, der VW Synchro, entsprach schon lange nicht mehr den modernen Anforderungen unserer Einsatztaucher“, sagte Frederik Fangmann, 1. Vorsitzender der Friesoyther Ortsgruppe, die für den gesamten Landkreis den Einsatzschwerpunkt bildet.

Im neuen Fahrzeug ist jetzt alles untergebracht, was die zwölf Einsatztaucher der Ortsgruppe benötigen. „Wir haben das Innenleben des Fahrzeugs extra so konzipieren lassen, dass sämtliche Ausrüstung an Bord passt. So kann auch nichts vergessen werden“, sagte Maik Stratmann, Technischer Leiter der Ortsgruppe. Insgesamt finden bis zu drei Taucher auf der Rückbank des Fahrzeugs Platz, die sich dort auch während der Fahrt zum Einsatz schon umziehen können. Im hinteren Bereich des neuen Crafters lässt sich eine Ablage herausziehen, auf der vier komplett fertig gepackte Taucherausrüstungen nur noch angelegt werden müssen. „Ebenfalls hat das Auto eine Standheizung, die sich schon auf einem Einsatz im Winter bewährt hat, um die Taucher warm zu halten“, so Stratmann weiter. Insgesamt hat das Fahrzeug 82 000 Euro gekostet. 80 000 Euro wurden dabei vom Landkreis bezahlt, der für den Katastrophenschutz zuständig ist. Die restlichen 2000 Euro konnte die Ortsgruppe selbst aufbringen.

Heinz Wübben, Diakon der katholischen Kirchengemeinde Friesoythe, segnete das Fahrzeug feierlich ein. Neben Vertretern der Friesoyther Feuerwehr war auch Bürgermeister Sven Stratmann bei der Einweihung dabei. „Für die DLRG Friesoythe ist das heute ein ganz wichtiger Schritt, denn die Wasserrettung für unseren Landkreis ist enorm wichtig“, sagte der Rathauschef.

Mit dem neuen Fahrzeug wurde auch erneut auf den Platzmangel in der DLRG-Station am Koppelweg aufmerksam gemacht. „Damit das Fahrzeug überhaupt untergestellt werden konnte, mussten wir in der Garage einiges umbauen. Gerade das Einsteigen wäre sonst nicht möglich gewesen“, sagt DLRG-Chef Fangmann. Ebenfalls fehlen der DLRG für die Ausbildung der Taucher wichtige Schulungsräume. Doch der Bürgermeister machte den Wasserrettern Hoffnung. „Wir haben die Suche nach einem neuen Standort für die DLRG weiter im Hinterkopf“, so Stratmann .


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Heiner Elsen Friesoythe / Redaktion Münsterland
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