Friesoythe Umgestürzte Bäume, abgeknickte Äste, versperrte Straßen, kaputte Überlandleitungen, beschädigte Gebäude, Kratzer und Beulen an Autos. Das Sturmtief „Xavier“ hat am Donnerstag so manchen Schaden hinterlassen, als es gegen Mittag über den Nordkreis zog. Die Helfer der Feuerwehren, Bauhöfe und der Straßenmeisterei waren im Dauereinsatz, um die größten Schäden zu beseitigen. So wurden laut Informationen der Großleitstelle Oldenburg allein die Feuerwehren im Nordkreis zu insgesamt 111 Einätzen gerufen (Friesoythe: 44, Barßel: 37, Saterland: 19, Bösel: 11).

Wege gesperrt

Und das große Aufräumen ist längst noch nicht beendet. Die Zahl der Schäden ist so groß, dass dem kaum nachzukommen ist. So hat zum Beispiel die Stadt Friesoythe deswegen vorsichtshalber Straßensperrungen vorgenommen. Es bestünde die Gefahr, dass Äste aus Bäumen herausbrechen und Fußgänger und Radfahrer schwer verletzen könnten, teilte die Kommune mit. Aus diesem Grund wurde auch der gesamte Stadtpark einschließlich des Radwegs zwischen Stadtpark und der Thüler Straße (Soestenallee) gesperrt.

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Wie heftig Sturm „Xavier“ den Nordwesten treffen würde, hat vorher kaum jemand geahnt. Mehr als 4800 Leser hat die NWZ am Donnerstag mit aktuellen Meldungen zu Sturmschäden oder Zugverbindungen auf dem Smartphone erreicht – mit dem kostenlosen Whatsapp-Service.

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Ebenfalls gesperrt wurden die Achterhörner Straße in Neuscharrel sowie der Radweg zwischen Friesoythe und dem C-Port entlang der ehemaligen Bahnstrecke. Der Bauhof der Stadt Friesoythe wird die betroffenen Strecken kontrollieren und dann freigeben. Bürgermeister Sven Stratmann kann dabei auf engagierte Helfer setzen: „Es ist nicht selbstverständlich, dass die Mitarbeiter des Bauhofs von sich aus Überstunden machen, um unsere Stadt wieder sicher zu machen. Bei den Feuerwehrkameraden geschieht dies alles sogar ehrenamtlich in ihrer Freizeit, Davor ziehe ich meinen Hut.“

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Holz wird verkauft

„Xavier“ hat in wenigen Minuten insgesamt einen gewaltigen Baumbestand vernichtet. Doch was passiert mit dem Holz? Umgestürzte Bäume auf Privatgelände bleibt private Angelegenheit. Anders ist es bei Bäumen auf öffentlichem Grund. „Der größte Teil des Holzes wird in den Verkauf gehen“, teilt dazu die Stadt Friesoythe mit. Der Rest – wie etwa Kopfholz und unbrauchbares Holz – werde geschreddert.

Was zahlt Versicherung?

Ganz ohne Sachschaden zog der Sturm bei dem einen oder anderen Bürger nicht vorbei. Dann ist das ein Fall für die Versicherung. Doch was sollte der Geschädigte am besten tun? „Wichtig ist immer, den Schaden möglichst gut zu dokumentieren. Gute Fotos sind dabei am hilfreichsten. Danach sollte man möglichst versuchen, den Schaden gering zu halten. Wenn zu Beispiel das Dach beschädigt wurde, sollte man eine Notabdichtung aufbringen (lassen)“, rät Werner Korfhage, Leiter Sach-Schaden Öffentliche Versicherungen Oldenburg. Der Schaden sollte zudem möglichst bei der örtlichen Versicherungsvertretung gemeldet werden.

Für Schäden an Kraftfahrzeugen hafte die Teilkaskoversicherung, Schäden am Gebäude entschädige die Gebäudeversicherung, so Korfhage. In den meisten Policen bestünde auch Versicherungsschutz für Aufräumkosten und Entsorgungskosten von Bäumen. Die Hausratversicherung leiste für Schäden am Inventar.

Und: „Jeder ist für seinen Versicherungsschutz selbst verantwortlich. Wenn zum Beispiel der Baum vom Nachbargrundstück auf mein Haus oder Auto fällt, muss ich den Schaden meiner Versicherung melden. Haftpflichtansprüche bestehen im Allgemeinen nicht.“

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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