Friesoythe /Oldenburg Wegen besonders schwerer räuberischer Erpressung müssen sich seit Montag zwei 26 und 23 Jahre alte Männer aus Oldenburg und Friesoythe vor dem Oldenburger Landgericht verantworten. Dem Friesoyther wird vorgeworfen, am 24. November 2017 bewaffnet eine Esso-Tankstelle an der Nadorster Straße in Oldenburg überfallen und rund 600 Euro erbeutet zu haben. Auf das Konto des Oldenburgers dagegen gehen laut Anklagte zwei Überfälle.

Auch er soll die Esso-Tankstelle an der Nadorster Straße (10. Mai vorigen Jahres) überfallen und 400 Euro erbeutet haben. Im Juli 2018 habe der 26-Jährige dann einen Erotik-Shop an der Stedinger Straße überfallen und neben Erotikartikeln Bargeld erbeutet haben, so die Anklage. Die Angeklagten wohnten gegenüber der Tankstelle an der Nadorster Straße. Falls Geld fehlte, sollen sie mit einer Schreckschusspistole mal rüber gegangen sein.

Bezüglich des ersten Überfalls war der Angeklagte aus Friesoythe von dem Oldenburger schwer belastet worden. Nicht er, sondern der Friesoyther habe die Tankstelle 2017 überfallen, so seine Erklärung in ersten Vernehmungen. Am Montag allerdings nahm er diese Aussage wieder zurück. Er habe den Friesoyther zu Unrecht belastet. Er alleine habe die beiden Überfälle auf die Esso-Tankstelle und den Überfall auf den Erotik-Shop begangen, erklärte der 26-jährige Angeklagte aus Oldenburg gestern.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Und der Friesoyther ließ über seine Anwältin erklären, dass er mit einem Überfall auf die Esso-Tankstelle nichts zu tun habe. Die Vernehmung von etlichen Zeugen soll das nun klären. Der 26-Jährige, auf dessen Konto nach eigener Aussage nun drei Überfälle gehen, machte vor Gericht seine Drogensucht für die Überfälle verantwortlich. Er habe dringend Geld für Rauschgift benötigt, sagte er. Mit der Beute aus dem Erotik-Shop allerdings habe er auch die Schulden seines Bruders begleichen wollen. Die Kammer unter Vorsitz von Richter Horst Kießler hat eine Psychiaterin zum Verfahren hinzugezogen. Sie soll Auskunft über die Schuldfähigkeit des Angeklagten aus Oldenburg geben.

Der Blaulichtblog für den Nordwesten

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.