Friesoythe Drei vermisste Personen und ein Werkstattbrand mit starker Rauchentwicklung: Unter diesen Vorzeichen wurden am Donnerstagabend gegen 18.40 Uhr die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Friesoythe alarmiert. Beim Autohaus Jannink an der Straße „Grüner Hof“ steigt Rauch aus der Werkstatthalle empor. Als die Kameraden am Einsatzort eintrafen, erklärte ihnen der Werkstattleiter, dass noch drei Mitarbeiter in der Halle vermisst werden. Schnell reagierten die Kameraden und gingen mit drei Trupps mit je zwei Personen unter Atemschutzausrüstung in die Werkstatt.

„Zügig konnte die erste vermisste Person, die unter einem Pkw eingeklemmt war, gefunden und gerettet werden“, sagt Heinz Jansen-Olliges, Pressewart der Freiwilligen Feuerwehr Friesoythe. Er und seine Kameraden waren insgesamt mit fünf Fahrzeugen und 33 Personen vor Ort. Ebenfalls war die Drehleiter im Einsatz, die erfolgreich den Brand in der Werkstatthalle vom Dach aus löschen konnte. Nach und nach wurden unter der Einsatzleitung von Zugführer Daniel Glöckner auch die anderen beiden vermissten Personen gefunden. Doch schon zu diesem Zeitpunkt war den Kameraden der Friesoyther Feuerwehr klar, dass das ganze Szenario nur eine Übung war. „Ein bis zweimal im Jahr machen wir solche Großübungen. Dabei war es eine geheime Übung, nur die Einsatzleiter hatten Kenntnis von der Alarmierung“, verriet Jansen-Olliges.

Besonders war aber der Standort der Übung: Die Werkstatt des Autohauses Jannink befindet sich mitten in der Innenstadt von Friesoythe. „Den Verkehr auf der Hauptstraße hier im Blick zu haben, stellte die Kameraden vor besondere Herausforderungen. Über Schlauchbrücken konnte der Verkehr weiterlaufen, ohne die Wasserversorgung vom Hydranten auf der anderen Straßenseite zu gefährden. Dabei holte die Kameraden kurz vor der Übung sogar die Realität noch ein. „Zehn Minuten vorher wurden wir zu einem echten Brand nach Cloppenburg alarmiert. Doch nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass der Einsatz für uns nicht mehr nötig war“, so Jansen-Olliges.

Bei einem echten Brand in der Werkstatt von Jannink wären auch noch die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Altenoythe und ein Rettungswagen gerufen worden. „Insgesamt verlief der Einsatz gut und konnte nach ungefähr einer Stunde beendet werden. Im echten Fall hätte es sicherlich noch etwas länger gedauert“, sagt der Pressewart der Friesoyther Brandschützer.

Heiner Elsen Friesoythe / Redaktion Münsterland
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