Emstek Den Vorschlag der Emsteker SPD-Ratsfraktion, über die Einrichtung einer Feuerwehr in der Ortschaft Bühren nachzudenken, hat Emsteks Gemeindebrandmeister Reinhard Vaske am Mittwoch bei einem Pressegespräch im Rathaus zurückgewiesen. Es sei nahezu unmöglich, in den kommenden Jahren genügend ehrenamtliche Mitglieder zu rekrutieren, um in Bühren eine schlagkräftige Feuerwehr aufzubauen. Für eine so genannte Stützpunktfeuerwehr brauche man mindestens 32 Frauen und Männer, bei einer Schwerpunktfeuerwehr seien es sogar 42. Und zurzeit habe die Gemeindefeuerwehr Emstek nur einen Mann in ihren Reihen, der aus Bühren komme.

Vaske betonte, dass sich die Menschen in den „entlegenen“ Emsteker Ortschaften wie Schneiderkrug, Bühren oder Hoheging keine Sorgen machen müssten: Die Feuerwehr, die aus Emstek anfahre, sei auch bei kritischen Situationen mit Menschengefährdung rechtzeitig vor Ort. So brauche die Truppe vom Emsteker Feuerwehrhaus an der Halener Straße bis zur Kreuzung Schneiderkrug/B 69 eine reine Fahrzeit 6.50 Minuten.

Wie berichtet, werden aktuell bei einem so genannten kritischen Wohnungsbrand 86 Prozent des Emsteker Gemeindegebiets in unter zehn Minuten von der Alarmierung bis zum Eintreffen am Einsatzort erreicht – vorgeschrieben sind sogar nur 80 Prozent.

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Dieses fiktive Szenario setze voraus, dass eine Rettung aus einem brennenden Gebäude mit gleichzeitiger Brandbekämpfung erfolgen müsse und dass der erste Rettungsweg – Obergeschoss/Treppenhaus – verqualmt sei, erklärte CDU-Fraktionsvorsitzender Georg Deselaers. „Nach Aussage des Feuerwehrkommandos ist das ein Einsatzfall, der äußerst selten zutrifft“, so Deselaers weiter. Die erste Hilfsfrist von zehn Minuten beziehe sich auf die Zeit zwischen Alarmierung bis zum ersten Eintreffen – für Bühren wurden so circa elf Minuten gemessen.

Bürgermeister Michael Fischer betonte, dass man für die Außenbereiche auch Kooperationen mit anderen Feuerwehren anstrebe. Diesbezüglich habe man just an diesem Mittwoch Gespräche im Vechtaer Rathaus geführt: Die Vechtaer Ortsfeuerwehr aus Langförden ist beispielsweise deutlich schneller in Schneiderkrug und Bühren als die Emsteker Kollegen.

SPD-Ratsfrau Christiane Priester begrüßte am Mittwochabend auf Nachfrage diese Bemühungen der Emsteker Verwaltung. Bei dem Pressegespräch geäußerte Vorwürfe, die Sozialdemokraten hätten grundlos Ängste in der Bevölkerung geschürt, wies sie zurück. Wenn es um die Brandbekämpfung gehe, habe die Bevölkerung ein Recht auf Informationen.

Und um in Anbetracht der Erweiterung der Emsteker Feuerwehr auf die geforderten 90 Einsatzkräfte zu kommen, müssten hier 23 Personen neu in die Wehr eintreten, so Priester. Warum solle man daher nicht versuchen, verstärkt in den Ortschaften Mitglieder zu werben? Oder ganz unkonventionell unter den Menschen, die jeden Tag von außerhalb zum Arbeiten ins Gewerbegebiet Ecopark kämen? Die Firmen vor Ort, die ihre Beschäftigten freistellen müssten, hätten ja schließlich auch ein Interesse an einer optimalen Brandbekämpfung bezüglich ihrer Immobilien.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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