CLOPPENBURG Chaotische Verkehrsverhältnisse herrschten am Montagabend im gesamten Stadtgebiet: Auf der Friesoyther Straße/B 72 mussten die Autofahrer, die teilweise nicht schneller als 20 Stundenkilometer fahren konnten, Geduld beweisen. Der Verkehr staute sich stadteinwärts sogar, Grund: Lastwagen-Fahrer scheiterten aufgrund der vereisten Fahrbahnen bei dem Versuch, auf die Ortsumgehung aufzufahren. Auch an der spiegelglatten Fritz-Reuter-Straße verstopfte ein Lkw-Fahrer die Straße, weil er sein tonnenschweres Gefährt nicht über die Steigung bringen konnte.

Die Polizei Cloppenburg registrierte am Montagabend überwiegend im Stadtgebiet Cloppenburg insgesamt 13 Unfälle, die durch Glätte verursacht wurden. Hier blieb es bei Blechschäden. Bei zwei weiteren Unfällen wurden Insassen leicht verletzt. Am Dienstagvormittag wurden die Polizisten bereits zu sechs Unfällen gerufen. Auch hier blieb es weitgehend bei Blechschäden. Zu schweren Unfällen sei es bislang aber nicht gekommen, so Polizeisprecherin Gunda Dreesmann.

Bei einem Glätteunfall am Montag um 21.14 Uhr auf der Stalfördener Straße musste eine 56-jährige Fahrerin aus Ermke einem hellen Mercedes ausweichen, der ihr auf ihrer Fahrspur entgegenkam. Als sie nach rechts auf die Berme auswich, schleuderte sie, drehte sich dann auf der eisglatten Fahrbahn und prallte letztlich gegen einen Baum. An dem Pkw entstand Totalschaden. Die 56-Jährige blieb unverletzt. Der Unfallverursacher entfernte sich von der Unfallstelle, ohne sich um den entstandenen Schaden zu kümmern. Zeugen mögen sich bei der Polizei Cloppenburg (Telefon  04471/1860-0) melden.

Zu Verspätungen ist es aufgrund der Wetterlage am Montagabend und am Dienstagmorgen auch im Schulbusverkehr gekommen. Bei dieser Wetterlage gelte die Devise „Hauptsache ankommen, egal wie“, berichtete Heinz Janßen, Geschäftsführer der Firma Hanekamp, die im Landkreis Cloppenburg auch für den Schulbusverkehr zuständig ist. Für die Fahrer sei es stellenweise „schon kitzelig“ gewesen. In der Mitte und im Süden des Landkreises hätten aber keine Verbindungen ausfallen müssen.

Keine Auskunft gab es von Seiten der Stadtverwaltung am Dienstag darüber, warum die Straßen im Stadtgebiet möglicherweise nicht rechtzeitig gestreut worden waren.

Engpässe beim Streusalz müssten nicht befürchtet werden, sagte Klaus Haberland, Leiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr – die unterhält die Kreis-, Landes und Bundesstraßen im Landkreis –, auf NWZ-Anfrage. Nach dem vergangenen Winter mit leer gefegten Salzlagern werde bereits bei einem Bestand von 80 Prozent nachbestellt. „Das passiert momentan in einigen Bereichen fast täglich“, so Haberland. Zudem wurde ein neuer Streusalz-Lieferant gewählt.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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