Friesoythe Feueralarm! Dicker Rauch drang am Mittwochabend aus den Türen der Firma Stahl- und Metallbau Kühling in der Eisenstraße 1 in Friesoythe. Was wie ein Ernstfall aussah, war in Wirklichkeit zum Glück nur eine Übung. Die vom Zugführer Daniel Glöckner und seinem Stellvertreter Holger Knelangen entwickelten Einsatzszenarien sahen neben der Brandbekämpfung die Rettung von Verletzten unter realistischen Bedingungen vor. Entscheidend war der Einsatz der richtigen Geräte.

Mit vier Fahrzeugen und 30 Feuerwehrleuten rückte die Freiwillige Feuerwehr Friesoythe an, um einen fiktiven Brand zu löschen und drei vom Feuer eingeschlossene Personen zu retten. Unter schwerem Atemschutz wurden zunächst die „Verletzten“ geborgen. Zeitgleich fand die Brandbekämpfung statt. Dazu musste eine 300 Meter lange Schlauchleitung zum nächsten Hydranten gelegt werden, um das Feuer zu bekämpfen. Mit der Drehleiter wurde außerdem von hoch oben gelöscht.

Den ganzen Übungsablauf nahmen genauestens Ortsbrandmeister Matthias Schmidt und sein Stellvertreter Stephan Norenbrock unter die Lupe. „Außer Kleinigkeiten haben wir nichts zu beanstanden. Die Einsatzübung ist gut verlaufen – wie geplant“, sagte Schmidt. Zum einen soll unter möglichst realistischen Bedingungen der Einsatz getestet werden, zum anderen werden auch die Wehrleute mit wichtigen Gebäuden der Stadt im Einsatzgebiet vertraut gemacht, so der stellvertretende Ortsbrandmeister Stephan Norenbrock.

„Hoffentlich tritt der Ernstfall nie bei uns ein. Das hätte verheerende Folgen für den Betrieb“, sagte Firmenchef Heinrich Kühling. Er hatte seinen Betrieb für die Übung zur Verfügung gestellt und beobachte ebenfalls den Ablauf aus sicherer Distanz. „Bei einem Ernstfall könne es tatsächlich hilfreich sein, dass die Wehr hier schon mal geübt hat.“

Interessiert schaute sich auch Carmen Henle aus Friesoythe die Übung an. Sie kam vor drei Monaten aus Namibia und macht seit einem Monat eine Ausbildung als Metallbauerin bei der Firma Kühling. Vor einem Monat hat sich die 19-Jährige der Friesoyther Wehr angeschlossen und möchte Feuerwehrfrau werden.

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